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3 Engel für Charlie - Volle Power (2003)

Eine Kritik von lain (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 31.01.2005, seitdem 478 Mal gelesen


Der Film ist auf ganzer Linie Körperverletzung. Man möchte sich am liebsten das Hirn rausreißen nur damit die Schmerzen endlich aufhören ...
Aber mal zu den einzelnen Punkten:
- Realismus: Klar, ein Übermaß an Realismus wird keiner bei Filmen dieser Gattung einfordern, wenn aber selbst die schlimmsten Bonds dabei zu einer authentischen Geheimdienstdoku mutieren, sollte man sich doch ernsthaft Gedanken machen ...
- Optik: Viele Aufnahmen hätten wirklich gut ausgesehen, wenn sie nicht so verdammt künstlich erschienen wären. Das trifft ganz besonders die gesamten Stunts (siehe dazu auch nä. Punkt), aber auch den Rest des Films. Man bekam den Eindruck, daß sich mind. 99% des Films vor schlecht gemachten Greenscreen-Effektten abspielten ...
-> Rennszenen (auch die ohne Angels)
-> Planetarium
Anscheinend hat sich McG auch für die Regie um Matrix bemüht, wurde aber abgelehnt und da er es nicht verwinden konnte, drehte einen inoffiziellen Matrix-Abklatsch. Anders kann ich mir die dreisten und vor allem völlig unpassenden Matrix-Kopien nicht erklären (-> Fliegen, Einfrieren, Kugelverlauf). Anscheinend hat er auch das gesamte Konzept der Matrix-Filme nicht verstanden ...
- Stunts / Kämpfe: Langweiliger ging es doch kaum noch. Zum einen kann nicht wirklich Spannung aufkommen, wenn man den Eindruck bekommt, daß sich alles vor Greenscreen abgespielt hat, zum anderen ist die Gestaltung einschläfernd gewesen. Es gab einfach keine Variation in den Stilen. Gleiche Startauftstellung, gleiches Klatsch-Bum, gleiche Auflösung ... *schnarch*
- Tempo: Zeichnete sich der erste Teil noch durch ein atemberaubendes (Schnitt-)Tempo aus, bei dem jede überflüssige Sekunde einfach weggeschnitten worden ist, ist es hier stellenweise schwer, die Augen überhaupt offen halten zu können. Hätte McG hier die gleiche Schnitttechnik angewendet, hätte er sicherlich auch nur 40 Min. Film herausbekommen ...
- Schauspieler: Der einzige noch einigermaßen erträgliche Punkt, auch wenn doch auffiel, daß der eigentlich ältere Angel Demi Moore fast schon jünger aussah als Cameron Diaz.
Eine grandiose Fehlbesetzung war hingegen Bernie Mac, der sich so offensichtlich bemühte einen schwarzen Bill Murray abzugeben, was natürlich zum scheitern verurteilt war.
Als Mittelglanzpunkt sei aber Robert Patrick hervorzuheben, den man ruhig einen größeren Part hätte geben können.
Das wahre Highlight war allerdings John Cleese ...
- Musik: Nichts auszusetzen hier; aber dafür muß ich mir nicht diese Zelluloid-Verschwendung antun und das Geld lieber in Musik investieren ...

Fazit: Selten eine derartige Zelluloid- und Zeit-Verschwendung gesehen. Dieser Film ist ein definitiver Anwärter auf den Flop des Jahres und man sollte intensiv prüfen, ob man McG wieder in die Nähe einer Kamera und die Autoren in die Nähe eines Schreibgeräts kommen lassen sollte ...

2/10


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