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3 Engel für Charlie - Volle Power (2003)

Eine Kritik von Bruce Lee (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 16.07.2003, seitdem 366 Mal gelesen


Mit „3 Engel für Charly – Volle Power“ hat Joseph McGinty Nichol eine würdige Fortsetzung des 2000 erschienenen Vorgängers gedreht. Diesmal wollte er sich scheinbar selbst übertreffen, denn „Volle Power“ bezieht sich in diesem Engel-Teil hauptsächlich auf mehr Action, wodurch die Handlung leider ein wenig, im Vergleich zum Vorgänger, leidet. Aber durch entsprechenden Filmwitz und kleinen, kurzen satirischen Anspielungen unter anderem auf Filme wie „Mission Impossible II“, „Terminator“ und „The Fast & Furious“ wird der Streifen nie langweilig.
Die Idee mit dem Wiedertreffen mit Jaclyn Smith, einer der Ursprungsengel, in Form einer Erscheinung, die Drew Barrymore überzeugen muss, dass sie sich nicht von Charly trennt und weiter für die „Gute Seite“ kämpft, fand ich richtig gelungen.
Die Special Effects sind erste Sahne. Man könnte meinen, dass alles direkt so gedreht wurde. Es ist natürlich Geschmackssache, ob man diese überdrehten Szenen nun auch gut findet oder nicht. Folgende Szene ist schon aus dem Trailer bekannt:

Auf einer Stauseemauer fahren die Engel zur Flucht mit einer gerade befreiten Geisel mit einem zufällig vor der Tür stehenden Truck los. Als sie auf der Staumauer sind, wird hinter ihnen eine Panzerfaust abgefeuert und vor ihnen fährt ein Panzer vor (Woher kommt der denn nun?), der auch sofort eine „Kugel“ in Richtung Truck schießt. Cameron klettert derweil nach hinten und findet, als wenn sie es gewusst hätte, einen Heli auf dem Sattelschlepper, den sie, während der Truck von den anderen Engeln in den Abgrund gelenkt wird, startet.
Während des Absturzes über die Brüstung fliegen die Engel und die Geisel gerade noch rechtzeitig zum startenden Heli und sind in Sicherheit.

Solche Szenen finden sich zuhauf in diesem Film. Wer also bei solchen Actionszenen eher mal zum Kühlschrank läuft, der wird bei diesem Streifen nicht seinen Spaß haben.

Fazit:
Wer den ersten Teil gut findet, kann auch beruhigt in den zweiten gehen. Wer den ersten noch nicht kennt, aber auf Action mit vielen Stunts steht und / oder ein Fan von Cameron Diaz, Lucy Liu, Drew Barrymore und Demi Moore ist, der sollte sich den Film unbedingt noch ansehen. Das Kennen des ersten Teiles ist nicht unbedingt notwendig. Man kann sich alle Ungereimtheiten selber denken.
Wer allerdings eine vollständig durchdachte Handlung und Spannung erwartet ist mit diesem Film nicht so gut beraten.

Bruce Lee (8 / 10)


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