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Butterfly Effect (2004)

Eine Kritik von Der Pate (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 01.04.2005, seitdem 483 Mal gelesen


Die Chaos-Forschung bezeichnet mit "Butterfly Effect" eine gewagte Theorie, nach der schon ein Flügelschlag eines Schmetterlings einen gewaltigen Taifun auslösen kann. Genau diese kleine Ursache, große Wirkung – Prinzip haben sich die Autoren und Regisseure Eric Bress und Jonathan Mackye Gruber für die abgefahrene Story von "Butterfly Effect" zunutze gemacht. Eines vorneweg zu sagen, ich hatte eigentlich nicht vor mir diesen Film anzuschauen, doch was ich dann im Kino gesehen habe war einfach grandios.

Evan Treborn (Ashton Kutcher) hatte keine einfache Kindheit. Genau wie sein Vater leidet er als Junge unter mysteriösen Gedächtnisaussetzern. Immer wieder findet er sich in Situationen wieder, in denen er sich nicht daran erinnern kann, was kurz zuvor geschehen ist. Jahre später studiert Evan und hatte lange Zeit keinen Blackout mehr. Doch als eine neugierige Freundin seine Tagebücher entdeckt und Evan bittet, ihr daraus vorzulesen, verschwimmen ihm die Buchstaben vor den Augen. Er entdeckt die Fähigkeit, in die Ereignisse zurück zu springen, die er einst aufgezeichnet hat. Viel wichtiger aber ist, dass er Geschehnisse der Vergangenheit beeinflussen kann, worauf sich die Zukunft der Beteiligten und damit auch zwangsläufig die Gegenwart entscheidend verändert. Schließlich versucht Evan einen schrecklichen Unfall rückgängig zu machen, für den er und seine Freunde als Kinder verantwortlich waren. Aber wann immer er die Vergangenheit zum Guten verändern will, hat das auch gleichzeitig negative Auswirkungen für ihn, seiner Familie oder Freunde, und die Liebe zu Kayleigh (Amy Smart), die ein ums andere mal unerfüllt bleibt. Besessen von dem Wunsch alles wieder gut zu machen, gerät er in einen wahnsinnigen Strudel unvorhersehbarer Ereignisse.

Was "Butterfly Effect" zu einem echten Geheimtipp macht ist ohne die Frage ausgeklügelte und unvorhersehbare Story gespickt mit tollen Schockeffekten die den Zuschauer bis zum schockierenden Ende fesseln. Von Eric Bress und Jonathan Mackye Gruber (Autoren von Final Destination 2) beinahe ohne aufwändige Spezialeffekte inszeniert, erzählt "Butterfly Effect" eine spannende, tragische und auch dramatische (besonders Evans Liebe zu Kayleigh) Zeitreise-Geschichte. Der ganze Film ist nicht unbedingt was für schwache Nerven, den besonders Evans Zeitsprünge in die Vergangenheit weisen viele und zudem noch klasse Schockelemente auf. Der Schluss, wie schon oben erwähnt ist schockierend, denn hier verzichteten die beiden Regisseure knallhart auf ein Happy End.

Darstellerisch ist der Film ebenfalls sehr gut besetzt. Besonders Ashton Kutcher, der bislang eher im komischen Bereich zu Hause war ("Ey Mann, wo ist mein Auto") oder ebenfalls noch für seine MTV-Show Punk’d bekannt wurde, zeigt eine beachtliche darstellerische Leistung, die sich allemal sehen lassen kann. Hier beweist er, dass er doch das Zeug zu einem ernsthaften Schauspieler hat. Amy Smart ("Rat Race - Der nackte Wahnsinn") als Kayleigh liefert ebenfalls eine fantastische Performance ab und stiehlt mit ihrer Wandlungsfähigkeit auch vielen häufig die Show. Auch die Nebendarsteller mit Eric Stoltz oder auch Elden Helson agieren in ihren Rollen souverän.

Fazit: Ein Film, so unvorhersehbar wie die Zukunft – eine packende und dramatische Zeitreise-Geschichte mit tollen Darstellern die von den beiden Regisseuren und Autoren Eric Bress und Jonathan Mackye Gruber tadellos inszeniert wurde. Ein echter Geheimtipp und ein Muss für jeden Thriller-Fan!


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