Eine Kritik von art (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 07.04.2005, seitdem 635 Mal gelesen
Der Film ist von der Idee her hochinteressant. Ein Junge (Ashton Kutcher) erlebt an entscheidenden Punkten in seinem Leben Blackouts und kann in der späteren Gegenwart wieder zurück zu diesen Punkten reisen.
Er kann dadurch früheres Verhalten verändern und damit nicht nur seine Zukunft, sondern auch die seiner Mitmenschen umgestalten. Schon sein Vater hatte diese Eigenschaft, doch bekommen ist es ihm nicht. Etwas unpraktisch ist jedoch, dass es dem so begabten leider unmöglich scheint eine perfekte Gegenwart gestalten zu können - egal wie er sich zu früheren Zeitpunkten entschieden hat.
Würde es dabei bleiben, könnte man dem Film hohe Stimmigkeit und eine erstklassige Aussage bescheinigen, aber das Ende fällt ab. Vieles vor allem der Endvision wirkt dann sehr unstimmig. Ansonsten ist der Film sehr spannend, sehr sehenswert und die Darsteller, allen voran natürlich Ashton Kutcher sehr überzeugend.
Zudem gefällt die Idee, die so umgesetzt neuartig ist. Einzig der Titel ist falsch, denn gleichzeitig mit der Einleitung wird die Chaostheorie bemüht, nach der der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Welt einen Wirbelsturm auslösen kann - also ganz sanfte (fast zufällige) Ereignisse können die gravierende Folgen haben. Derartig sanft sind die Episoden die Kutcher im Film erlebt jedoch nicht in geringster Weise. Seine Blackouts erfolgen an hochgradig traumatisierenden Erlebnissen, die weder sanft noch zufällig, sondern in den allermeisten Fällen einfach furchtbar sind.