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Butterfly Effect (2004)

Eine Kritik von escapethesky (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 04.07.2005, seitdem 259 Mal gelesen


Zur Story:
Evan Treborn durchlebt keine besonders glückliche Kindheit; seinen Vater lernt er praktisch nicht kennen, den der sitzt in der psychiatrischen Klinik, außerdem erlebt er immer wieder Blackouts in besonderen Stresssituationen, von denen es in seinem Leben mehrere gibt, und kann sich dann an bestimmte Zeitabschnitte nicht erinnern. Nach ärztlichem Rat beginnt er im Alter von 7 Jahren mit dem Tagebuchschreiben, dass ihm Jahre später, wie er durch Zufall herausfindet, die Möglichkeit gibt in die Vergangenheit zu reisen und diese Szenen noch einmal zu erleben; wenn man nun aber mit dem Wissensschatz der Zukunft in die eigene Person der Vergangenheit schlüpft kann man diese auch zu seinen vermeintlichen Gunsten verändern. Doch ganz nach dem Prinzip „Wenn ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt löst das am anderen Ende der Welt einen Orkan aus“ ergibt jede kleine Veränderung der Vergangenheit unglaubliche Auswirkungen in der Zukunft. Besessen von dem Gedanken alles gut machen zu müssen erfährt Evan schnell, dass er alles nur immer schlimmer macht..... für sich und auch besonders für seine Freunde und seine Familie.

So interessant die Story auch ist, es klappte mit der Umsetzung im Film leider nicht so ganz. Aber auf die perfekte Umsetzung einer derart komplexen Geschichte (wenn ich die Vergangenheit verändere, wirkt sich das nicht nur auf meine nähere Umgebung, sondern auf die gesamte Menschheit aus etc.) kam es hier wohl nicht an. Zeitweise ist und bleibt der Film bloß ein Versuch vom Teenieniveau wegzukommen, und etwas wirklich ernsthaftes zu machen, was aber oft nicht gelingt; die Erzählung von Evans Kindheit geht da schon ein wenig tiefer, obwohl gewisse Beziehungen überhaupt nur ansatzweise psychologisch beleuchtet werden obwohl sie vielleicht wichtig wären. Besonderen Augenmerk wird auf die Freundschaft/Bindung zwischen Evan und seiner Freundin Kayleigh (Amy Smart) gelegt. Sie ist der Grund wieso Evan immer und immer wieder versucht die Vergangenheit so zu verändern dass sie auch in der Gegenwart zufriedenstellend für alle Beteiligten ist. Dass er sich damit immer mehr vom richtigen Weg abbringt, erkennt er erst zum Schluss und beschließt es zu Beenden.
Von der Leistung der Schauspieler ist besonders die von Amy Smart zu erwähnen, die im Lauf der Geschichte in verschiedene Rollen schlüpft und dieses überzeugend darstellt. Ashton Kutcher zeigt sich zwar zur Abwechslung mal in einer ernsteren Rolle, spielt diese aber weniger überzeugend und mit weniger Gefühl als andere. Die öfteren Zeitsprünge erhalten ein gewisses Spannungsniveau und auch die Story hält einige Überraschungen parat, aber nach mehreren Versuchen die Gegenwart zu ändern und wenn dann das Konzept schon bekannt ist, bleibt bald auch der Überraschungseffekt auf der Strecke.

Fazit: Ein sicher spannender und auch zeitweise dramatisch inszinierter Film mit einigen Höhepunkten garantiert einen netten Filmabend, aber ein wirklich gelungenes Werk darf man nicht erwarten, obwohl die guten Ideen und sicher auch die Ausstattung und die Spezialeffekts dafür vorhanden sind/wären. Also 7/10!


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