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Butterfly Effect (2004)

Eine Kritik von Film-Meister (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 27.08.2004, seitdem 1469 Mal gelesen


Genial, Ich muß es einfach so sagen. Ich bin absolut positiv überrascht, wenn man bedenkt, gerade einen ernsten, düsteren Thriller mit ASHTON KUTCHER (wilden Siebzigerfreak, Ey man wo isses Auto, Demi-Popper) gesehen zu haben. Kutcher gefällt mir sehr gut und im Gegensatz zu anderen Rezensoren bin ich von der schauspielerischen Leistung absolut überzeugt, denn sowas hätte ich ihm niemals zugetraut. Im Stile von (und gut abgekupfert) Frequenzy, Zurück in die Zukunft, Retroactive und Final Destination entstand hier, wie ich zumindest finde, ein kleines Meisterwerk, was im Gegensatz zu z. B. Gothika kontinuierlich eine ungeheure Spannung aufbaut, ohne das die Locations irgendwie düster oder nebelig sind. Die Story ist vielleicht nicht ganz neu, aber sehr gut und innovativ umgesetzt, selbst wenn man nach einer bestimmten Zeit ungefähr weiß, was noch kommen muß, aber nicht welche Auswirkungen das hat. Riskant sind gerade solche Plots, weil sich schnell fiese Logiklöcher einschleichen können, jedoch ist mir (wenn ich drüber nachdenke) kein wichtiger eingefallen. Alles, was man später hinterfragt läßt sich irgendwie erklären/aufklären, allerdings muß man die ganze Zeit-von Anfang bis Ende- gut aufpassen, aber das ist bei solchen Filmen normal. Halt mal kein Popcorn bzw. Hirn-Abschaltfilm. Es wird zwar von einer negativen Tatsache überschattet (aus der es deswegen leider unrealistisch wird), aber das hat mich bei Final Destination ja auch nicht so gestört, es geht halt wohl nicht ohne. Ganz ohne Hokus Pokus kommt man nicht aus. Auch das Auf-Kommando-Tagebuch-lesen um noch etwas zu Veränderung wirkt ein bisschen einfach bzw. aufgesetzt. Man könnte sich beschweren, das er auf einmal nach langer Zeit in die Bücher -die lange versteckt waren- reinschaut und sich erinnert, aber das dürfte jedem so gehen, der sich alte Zeilen durchliest und auf einmal alles wiederkommt, besonders wenn man eine Art Krankheit hat, die man über die Jahre erfolgreich verdrängen konnte und nun wieder ausbricht. Sie Synchros gehen alle in Ordnung. Auch ist er an manchen Stellen ziemlich hart, was FSK 16 auf jeden Fall rechtfertigt. Der Film ist zwar nicht perfekt (ist eigentlich keiner so wirklich), aber da es viele andere Filme mir schwer machen, alles Gute rauszuziehen, weil es an zu vielen Stellen hakt, gibts volle Punktzahl, denn dieser Film hat es sich verdient, weil er versucht und es geschafft hat, alte Ideen mit Neuen zu paaren und das ist gelungen. Endlich mal kein ich-wusste-das-das-jetzt-kommt Moment. Gibt zwar eine Art Happy-End (welches man dank der nicht Vorhersehbarkeit so nicht erwarten würde), jedoch mit offenem Ende. Für die Zeitreise per Kopf 10/10


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