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Natürlich blond 2 (2003)
Eine Kritik von badwolf (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 01.08.2003, seitdem 1524 Mal gelesen
Was beim ersten Teil witzig und glaubwürdig wirkte, erscheint beim Zweier nur noch peinlich und mäßig lustig. Im ersten Teil, der die Geschichte eines verwöhnten Bel Air Girlies zeigt, das vom Ergeiz gepackt, von einer Peinlichkeit in die Nächste schlittert und sich anschließend doch durch Fleiß und Intelligenz durchsetzt, wird die umgekehrte Diskriminierung der verwöhnten Reichen anprangert, nimmt man Reese die Rolle absolut ab. Leider wirkt der zweite Teil wie eine schlechte Kopie. Elle ist mittlerweile zwar erfolgreiche Harvard-Absolventin und Rechtsanwältin, vergisst das alles aber plötzlich wieder und macht sich, wieder vom Ergeiz gepackt, unter fadenscheinigen Gründen, ohne konkrete Vorstellungen nach Washington um ein Gesetz vorzulegen. Dabei stellt sie sich genauso dämlich an wie am Anfang des ersten Teiles und schlittert wieder einmal von einer Peinlichkeit in die Nächste. Die Handlung ist sehr vorhersehbar, die Charaktere sind zu einseitig und wirken nur bedingt glaubhaft, die Handlung wirkt glaubhaft wie in einem C-Horrorfilm, der von einem betrunkenen Drehbuchautor geschrieben wurde, wogegen die doch äußerst talentierten Darsteller erfolglos anspielen. Der Charme, auch zwischen den Zeilen, wie im ersten Teil, fehlt komplett. An seine Stelle treten nun das Herumgehopse von Kongressabgeordneten, homosexuelle Hunde, das peinlich, kindische Verhalten von Reese und sogar Szenen die fast unverändert aus dem herausgeschnittenen Material des ersten Teiles übernommen wurden. (O-Ton Regisseur auf der DVD von Legally Blonde1): „Wir fanden das, dass Verhalten für Harvard-Studenten zu kindisch wirkt.“ Wohl aber nicht zu kindisch für das Wahlkampfbüro einer Kongressabgeordneten. Hätte sich das Team etwas mehr um die Handlung gekümmert, statt um kosmetische Feinheiten, mit denen dieser Film komplett überlastet ist, so z.B.: Die Friseurauflistung, die 3!!! Monologe in denen Reese ähnlich wie im Ersten mit Hilfe eben dieser Fakten zu Kosmetikprodukten gewinnt, das kindische Verhalten beim Friseur und die Haarschnittaktion im Repräsentantenhaus und auch die Schönheit von Washington nicht so in den Vordergrund gestellt, hätte man wesentlich mehr herausholen können, so reicht es allerdings nur für 2-6 Bierdosen.
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