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Ansicht eines Reviews
Bloodsport (1988)
Eine Kritik von Adalmar (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 09.09.2006, seitdem 851 Mal gelesen
"Bloodsport" ist ein Film, bei dessen Ansicht man sich laufend fragt: Warum? Warum das Ganze? Kann eine Handvoll von Kampfszenen, die gar nicht mal ungewöhnlich hart sind und eine 18er Freigabe nicht wirklich begründen, wirklich sinnstiftend für einen ganzen Film sein? Ich denke mal nein. Da hilft auch nicht das Getue um das rühren wollende Ziehvater-Verhältnis zwischen Jean-Claude van Damme und seinem "Shodushi" (wenn mir das Wort jetzt richtig in Erinnerung geblieben ist. Ansonsten besteht die Handlung nur aus der Reise van Dammes bzw. seiner Figur Frank Dux (gab es angeblich wirklich, soll das den Film jetzt besser machen?) zum Kumite, einem Turnier, dessen Sieger ja gaaaaaar nicht von vornherein feststeht. Dabei wird er von zwei Bullen verfolgt, von denen einer von Schauspiellegende Forest "Hausmeister verirrt sich auf Filmset und wird zum Mitspielen gezwungen" Whitaker gespielt wird. Dies führt zu pseudokomischen Verfolgungsjagden und sonstigem Klimbim. Wenig besser geht es weiter, als JCvD auf dem Turnier ankommt. Er trifft natürlich gleich einen leicht unterbelichteten, selbstüberzeugten Hünen (Little John in Sparversion), durch dessen tumbe Verehrung er so richtig glänzen kann, und auf den bösen (natürlich asiatischen) Turnierfavoriten (Name vergessen), der böse Sachen macht wie Gegner killen oder ihnen irgendwelches gemeines Pulverzeug in die Äuglein werfen. Außerdem pflegt er ab und zu im Bus als Vision zu erscheinen; dass die (Achtung: Ironie) bösen Schlitzaugen so was machen, weiß man ja spätestens seit dem Massenangriff blauhäutiger Mädels im Rahmen der Fernost-Gruselwelle. Hauptsache des Films: die Kämpfe. Wenn die wenigstens mal Bruce Lee-Niveau erreichen würden, aber nein, es ist, als würde man bei irgendeinem unechten WWF-Zirkus zuschauen. Ab und zu gibt es mal Nasenbluten und einmal darf sogar ein Knochen rausschauen und guten Tag sagen, aber insgesamt kann man das vergessen. Ein gewisser Unterhaltungswert bleibt trotzdem (zumindest wenn das zuvor erwähnte asiatische Monster loslegt - - - "DU BIST DER NÄCHSTE!!!"), aber Hongkong-Filme können das einfach viel besser. Natürlich hat man, um den Quell der Klischees auch ganz auszuschöpfen, eine Frau mit eingebaut, die sich irgendwann van Damme (Wortspiel komm raus) verführen lassen darf. Dabei fragt man sich, wenn Jean-Claude seinen berühmten (ziemlich tuntigen) Spagat vorführt, ob da überhaupt noch irgendwas ist, was Damen Pläsier zu verschaffen vermag. Diese Frage stellt sich sogar sein tumber Freund. Naja, mir ist das ziemlich egal.
Ganz unterhaltsam, aber im ganzen zu lasch und klischeehaft.
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