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Bloodsport (1988)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 01.04.2002, seitdem 2298 Mal gelesen
„Bloodsport“ war der Film, der Jean-Claude Van Damme zum Star machte und zu den Klassikern unter den Kampfsportfilmen zählt.
Es beginnt mit einem Zusammenschnitt der Übungen von verschiedenen Kampfsportlern, darunter auch Exoten wie ein Sumo-Ringer oder ein wie ein Affe kämpfender Afrikaner. Der Beginn legt klar fest, worauf man sich bei „Bloodsport“ einstellen kann: Kampfsport und nichts anderes.
Protagonist ist Frank Dux (Jean-Claude Van Damme), der als Kind bei einem Einbruch bei dem Japaner Tanaka (Roy Chiao) erwischt wurde. Doch anstatt ihn zu bestrafen trainierte dieser ihn mit seinem eigenen Sohn. Der Sohn hatte den Traum eines Tages beim Kumite anzutreten, einer illegalen Kampfsportveranstaltung der besten Kämpfer, konnte ihn aber aufgrund seines frühen Todes nicht verwirklichen. Von da an ließ sich Frank von Tanaka auf das Kumite vorbereiten. Die Einführung von Dux hat im Bereich Kampfsportfilm seine Spuren hinterlassen und einige Imitate mit ähnlichen Szenen auf den Plan gerufen. Doch das Original macht eben am meisten Spaß und lässt den Zuschauer auf den baldigen Einsatz von Dux’ Fähigkeiten hoffen.
Der Rest des Films besteht dann fast nur noch aus dem Kumite und dessen Ungebung. Frank freundet sich mit dem dicken, etwas prolligen, aber grundsympathischen Jackson (Donald Gibb) an, der ebenfalls antritt, und verliebt sich in die Reporterin Janice Kent (Leah Ayres), die über das Kumite berichten will. Im Ring hingegen muss Frank den sadistischen Chong Li (Bolo Yeung) fürchten. Außerdem machen noch Polizisten Jagd auf ihn, da das Kumite illegal und sehr gefährlich ist...
Keine Frage: Eine große Handlung besitzt „Bloodsport“ nicht. Macht aber nix, denn welcher Turnierfilm im Kampfsportbereich hat das schon? Denn mit furiosen Fights ist „Bloodsport“ ein echter Klassiker.
Die Story hat zwar ein paar nette Nebenstränge (siehe oben), aber dient vor allem zur Verbindung der Kampfszenen. Die Nebenhandlungen sind sozusagen netter ’Bonus’, aber machen Spaß. Allerdings ist die Story zum Ende ein wenig unglaubwürdig (das schnelle Ablassen der DEA-Beamten).
Hauptattraktion sind aber die Kämpfe und die sind beste 80er Jahre Martial Arts. Es wird akrobatisch gekickt und geboxt, dass es eine wahre Freude ist. Auch für Leute wie mich, die Kampfsport sonst gerne mit anderer Action vermischt sehen (z.B. in „Rapid Fire – Unbewaffnet und extrem gefährlich“ oder „Harte Ziele“). Die Fights sind recht hart (Knochenbrüche, derbe Schläge etc.), auch wenn es lediglich einen Toten gibt (allerdings sehen auch einige der anderen Verlierer nicht mehr sehr lebendig aus). Zudem sind die Kämpfe recht geschickt inszeniert, mit Zeitlupen zur richtigen Zeit etc.
Die Schauspieler sind ganz in Ordnung (obwohl es in Filmen wie diesem nicht drauf ankommt). Van Damme ist mit seiner Mimik zwar nur halb so beweglich wie mit seinem Körper, kommt aber ganz sympathisch rüber, ebenso Donald Gibb und Leah Ayres. Bolo Yeung gibt mal wieder einen herrlich fiesen und unfairen Typen ab.
Farbe ins Geschehen bringen die verschiedenen Kämpfer. Die standardisierten Karatekämpfer gibt es zwar auch, aber nicht in so großer Zahl. Die Kämpfer wie der Sumo, der „Affenmann“ oder der Spanier Suan Parades lockern den Film nicht durch ihr abwechslungsreiches Erscheinungsbild, sondern auch durch ihre unterschiedlichen Kampfstile auf.
„Bloodsport“ ist ein echter Kampfsportklassiker mit einer dünnen Handlung, aber furiosen Kämpfen und einem hohen Unterhaltungswert.
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