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Bloodsport (1988)
Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 14.04.2002, seitdem 753 Mal gelesen
In meinen Augen der beste Kampfsport-Film aller Zeiten. Oft wurde er kopiert, aber nie konnte ein anderer Film dieses Genres an "Bloodsport" heranreichen.
Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit.
Der Amerikaner Frank Dux (Van Damme) lernte bei Sensei Tanaka zu kämpfen und will nun bei einem geheimen Wettkampf antreten, der sich "Kumite" nennt. Man kann dem Film in Punkto Story eigentlich nichts ankreiden, denn dies geschah ja wirklich.
Lediglich an einigen Stellen gibt es kleine Sachen, die nicht ganz logisch erscheinen. So macht Frank Dux einen Trick mit der Münze (obwohl es eigentlich kein richtiger Trick ist, sondern nur schnelle Reaktion). Er soll dem Araber (So will ich ihn mal nennen) die Münze aus der Hand nehmen, bevor dieser seine Hand schließen kann. Blitzschnell kommt dann auch eine Bewegung. Danach zeigt die Kamera auf die Hand des Arabers, die man an der Kette erkennt. Doch der hat aber die Münze noch in der Hand! Ich weiß nun nicht, ob Dux die Münzen vielleicht vertauscht haben soll und was auch immer...Diesen "angeblichen" Trick habe ich jedenfalls nicht verstanden.
Etwas seltsam erscheint mir auch der Todesschlag (heißt "Dimak" oder so ähnlich) auf die Steine, bei dem nur der unterste zerbricht. Also ob das mit physikalischen Gesetzen erklärbar ist, wage ich mal zu bezweifeln. Zudem es auch aussieht, als wenn man den Stein nur explodieren lassen hat. Aber wer weiß, vielleicht ist es ja doch möglich...
Dann wäre da noch was. Und zwar, habe ich mich verhört oder hat einer der Polizisten, als sie Frank verhaften wollen, wirklich gesagt: "Zwingen sie uns nicht 50 Tausend Volt bei ihnen anzuwenden"? Wenn ein Stromschocker wirklich so viel Volt hätte, wäre das wohl unverantwortlich.
Diese mir unerklärlichen Sachen trüben das Gesamtbild des Films aber keineswegs. Denn hauptsächlich geht es nämlich um die Fights. Und davon bietet der Film das beste vom besten. Das sind grandiose Kämpfe, die hier inszeniert wurden. So etwas hat man vor "Bloodsport" noch nicht zu Gesicht bekommen. An Härte fehlt es dem Film auch nicht. Man denke nur mal an den Schienbeinbruch. Das schmerzt schon beim Hinsehen.
Was den Film auch deutlich von den Fortsetzungen abhebt, ist die Atmosphäre, welche genial rüberkommt. Das liegt an dem asiatischen Flair, welches man in den "Bloodsport" - Nachfolgern mehr und mehr vermisst. Passende Musik begleitet die Kämpfe. Aber auch wenn mal nicht gekämpft wird, zum Beispiel als Frank vor den Polizisten flüchtet, macht die Musik Spaß.
Bei den Darstellern wurde eine gute Wahl getroffen. Jean-Claude Van Damme wurde mit diesem Film berühmt. Ihm wird ja oft nachgesagt, dass er kein schauspielerisches Talent besitze. Zwar ist seine Mimik gegen Ende stellenweise unfreiwillig komisch, aber insgesamt macht er eine ganz gute Figur und kann schauspielerische Mängel mit seiner Kampfakrobatik wettmachen. Ein besonderes Lob muss man Bolo Yeung zukommen lassen, der Chong Li verkörpert. Immer wenn er den Ring betritt, läuft einem der Schauer über den Rücken. Dieser Mann hat eine total unheimliche Ausstrahlung. Man bemitleidet immer nur seine hilflosen Opfer, die er gnadenlos zu Brei schlägt.
"Bloodsport" kann man sich eigentlich immer wieder ansehen, denn die Kämpfe sind einfach erste Sahne. Langeweile kommt beim mehrmaligen Angucken nur selten auf (Nur bei dem Besuch von Frank bei Sensei Tanaka würde ich lieber etwas die Zeit "raffen"). Den Film sollte sich kein Kampfsport-Fan entgehen lassen, denn es ist der beste seiner Gattung.
Übrigens sollte man sich "Bloodsport" auf keinen Fall in der 16er Fassung anschauen. Davon rate ich strickt ab, da die Kämpfe derart verstümmelt sind.
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