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S.W.A.T. - Die Spezialeinheit (2003)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 08.12.2003, seitdem 1087 Mal gelesen
„S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“ erweist sich überraschenderweise als eines der Actionhighlights des Jahres.
Jim Street (Collin Farrell) und sein Partner Brian Gamble (Jeremy Renner) sind Mitglieder der S.W.A.T. (Special Weapons and Tactics). Bei einem Banküberfall mit Geiselnahme stürmen sie jedoch unter Missachtung eines Befehls die Haupthalle, erledigen die Bankräuber, aber schießen auch eine Geisel an. Ihr Teamchef kann gerade noch ihren Rauswurf verhindern; sie sollen beide vorerst in der Waffenkammer arbeiten. Street nimmt an, doch Gamble verlässt enttäuscht von seinem Partner die Polizei. Der Anfang ist ziemlich spannend und gut gemacht, wenn auch etwas klischeehaft (z.B. der Streit in der Umkleide).
Street muss in der Waffenkammer niedere Jobs wie Stiefelputzen und Waffenreinigen erledigen, trainiert aber jeden Tag wie ein Wilder und hofft auf eine zweite Chance. Als das Ansehen der Polizei sinkt, soll Sergeant Dan ’Hondo’ Harrelson (Samuel L. Jackson) eine neues, besonders schlagkräftiges S.W.A.T.-Team zusammenstellen – Hondo wählt Michael Boxer (Brian Van Holt), T.J. McCabe (Josh Charles), David 'Deke' Kay (LL Cool J), Chris Sanchez (Michelle Rodriguez) – und Street aus. Samuel L. Jackson spielt mal wieder die Coolness an sich und reißt Sprüche am laufenden Band.
Hondo kann sein Wunschteam gegen den Willen des Captains, der sowohl ihn als auch Street nicht mag, durchsetzen. Das kleine S.W.A.T.-Team beginnt sein Training und wird zu einer richtigen Einheit. Als der Drogenboss Alex Montel (Olivier Martinez) in den USA gefasst wird, sollen sie eskortieren, was zu ihrer ersten großen Bewährungsprobe wird...
„S.W.A.T.“ ist ein überraschend realistischer Actionfilm, auch wenn er dennoch ein ganzes Stück von der Wirklichkeit entfernt ist. Er geht aber trotzdem weit über das Niveau jener Spezialeinheitenfilme hinaus, in denen die Teammitglieder ohne Absprachen wild auf alles Feuern. So sind es auch die Trainingssequenzen und realistischen Einsätze, die vor allem Spannung erzeugen; das Finale ist zwar geballte Action, aber weniger realistisch.
Die Story ist gut durchdacht, temporeich und hat wirklich keine Längen, was ich von dem Film anfangs gar nicht erwartet hatte. Sicherlich ist die Story nicht immer innovativ und die Spannung nur solide, aber der Plot ist gut umgesetzt. Die Charakterentwicklung ist annehmbar, auch wenn die paar Szenen aus dem Privatleben der Cops keinen größeren Einblick auf ihre Figuren geben. Zwischendurch gibt es ein paar coole Sprüche, auch wenn es keine Oberbrüller sind. Leider kennt man einen Fiesling schon aus dem Trailer und man kann auch schon am Verhalten der Figuren ahnen, wer falsch spielt.
Die Action ist an sich OK und bietet für die PG-13 Freigabe auch die ein oder andere etwas härtere Szene. Ein paar kurze Nahkämpfe, aber vor allem Stunts, Shoot-Outs und Verfolgungsjagden prägen das Bild des Films. Die Actionszenen sind meist recht realitätsnah gehalten und sehr gut inszeniert. Leider hätte sind einige Szenen etwas kurz; vor allem die Attacke der Gang auf die Eskorte bricht zwar mit einer Überraschung, aber leider zu schnell und abrupt ab.
Samuel L. Jackson, LL Cool J und Collin Farrell überzeugen schauspielerisch am meisten in dem Film und agieren auf gehobenem Popcornniveau. Doch auch die restlichen Darsteller spielen allesamt ziemlich überzeugend, lediglich Olivier Martinez wirkt ein wenig zu farblos. Zwei Mitglieder der TV-Serie „S.W.A.T.“ aus den 70ern, auf denen der Film ganz lose basiert, haben auch Gastauftritte in dem Film.
„S.W.A.T.“ ist ein unterhaltsamer und ziemlich spannender Actionreißer, der trotz der ein oder anderen möglichen Verbesserung überzeugt.
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