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S.W.A.T. - Die Spezialeinheit (2003)

Eine Kritik von Warpman (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.12.2003, seitdem 347 Mal gelesen


Tja, viel kann ich zu diesem doch relativ straightem Actioner nicht sagen:
Zu gute halten kann man dem Film seinen ziemlich old-school gehaltenen Style. Keine Verwendung von neuzeitlichen Gimmicks wie Bullettime etc.
Die Story ist simpel und einfach, dabei aber gut umgesetzt, so dass es kaum langweilig wird. Die Ausbildung der Einheit wirkt doch sehr realistisch.
Die Dialoge sind ebenfalls auch keine Höhenflüge, aber jedenfalls ohne zuviel erzwungenen Wortwitz, der in vielen neuen Filmen total abnervt.
Sehr gut gefiel mir auch die Filmmusik. Kein heutzutage so oft zu hörender HipHop-Soundtrack, sondern Rock und oft der etwas aufgemotzte Theme der Originalserie beleidigen nicht die Ohren der Zuschauer.
Mankos jedoch bietet S.W.A.T. leider auch zuhauf:
Die Machart eher angelehnt an die spät 1980er und früh 1990er Actioner zieht hier nicht richtig durch. Und das aus einem Grund: S.W.A.T. bleibt den ganzen Film über absolut unblutig. Es wird zwar geballert auf Teufel komm raus, aber es gibt nie Einschüsse und spritzendes Blut zu sehen - das rockt absolut nicht. Gerade der finale Fight kommt somit ziemlich lasch daher. Ich war ehrlich gesagt über die 16er Freigabe sehr verwundert, da hat man schon Filme mit 12er FSK gesehen, die härter waren. Wäre S.W.A.T. gar als 18er erschienen und nicht aus Kommerzgründen auf jüngeres Publikum zugeschnitten worden - er hätte eine ziemliche Aufwertung erfahren.
Leider fallen auch die computergenerierten Effekte sehr negativ auf. Da wirkten die Modelle älterer Filme doch wesentlich realistischer.
Die Story ist, wie schon gesagt, zwar simpel und nicht so zwanghaft überladen wie z.B. die von Bad Boys 2, dabei aber extrem vorhersehbar. Wer der Bösewicht wird und wer zum Verräter wird ist so klar wie Klosbrühe.
Auch ein paar Logikbrüche darf man erwarten. Beispiel: zum Ende des Films überbringt das Team den bösen, "schwulen" (was ne tuntige Synchro!!) :-) Franzosen (warum zum Teufel sind in letzter Zeit alle Bösewichter in Amerikanischen Filmen Europäer oder allg. Ausländer – gibt’s in den USA nicht genug einheimische schlimme Finger???) in einen Knast mitten in der Wüste, da kommt ein Funkruf, dass irgendwo in der Stadt übelst Verstärkung gebraucht wird. Also macht man sich wieder hoch motiviert auf zu helfen - und würde, so schätze ich mal, bestimmt 3 Stunden zu spät ankommen. HaHa

Nun ja, alles in Allem ein netter kleiner Actioner für die Sonntagabend (oder auch nachmittags) Unterhaltung, dem es auf jeden Fall etwas an Härte fehlt, aber ansonsten befriedigen kann. Fazit 7/10 Punkte


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