Ansicht eines Reviews

Bullet in the Head (1990)

Eine Kritik von Sylvio Constabel (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 31.01.2010, seitdem 239 Mal gelesen


Es gibt nur verdammt wenige Filme auf diesem Erdenrund, die bereits nach dem ersten Sehen so tief im Gehirn verankert sind, daß es nahezu unmöglich ist, auch nur eine Minute daraus zu vergessen. Selbst nach mehrmaligen Sichtungen ebbt dieses Gefühl, diese Erfahrung, nicht einmal einen Müh ab und es ist jedes Mal und zu jeder Zeit eine tiefgreifende emotionale Achterbahnfahrt. Dieses Wochenende stand - mal wieder - im Zeichen eines grandiosen Meilensteins: Bullet In The Head

John Woo erschuf mit diesem truly masterpiece ein ultimatives und zeitloses Meisterwerk, welches den Schrecken eines Krieges und den Veränderungen eines jeden einzelnen involvierten Menschen porträtiert. Freunde werden aus niederen Beweggründen zu erbitterten Todfeinden, aber auf der anderen Seite werden tiefgreifende Freundschaften zwischen gänzlich unbekannten Persönlichkeiten geschlossen, die all den Greul, all das Leiden überstehen und letzten Endes nach vorn blicken lassen.

Leider floppte Woos Meisterwerk zum damaligen Chinesischen Neujahr bitter an den Kinokassen, weil die Hongkonger Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt nicht bereit für einen düsteren und in vielen Belangen auch sehr anstrengenden Film war. Jedoch wurde dieses Manko im Laufe der Dekaden durch die ungemein große Fangemeinde ein wenig glatt gebügelt und BULLET IN THE HEAD hat heutzutage den Status inne, den er verdient. Den eines der besten Antikriegsfilme der jüngeren Geschichte.

Woo konnte sich aufgrund des riesigen Erfolgs von THE KILLER nun selbst verwirklichen, hatte ein enorm höheres Budget als bei allen anderen Filmen und konnte so seine Vision verwirklichen, für die er bei HEROES SHED NO TEARS noch kein ausreichendes Geld zur Verfügung hatte. Ja selbst ein politisches Statement flocht er ein, wie er in einem Interview sagte, waren die ganzen Aufmarschszenen in Vietnam sein Protest, seine "Abrechnung" mit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, welches bekanntermaßen in der Nacht vom 03. zum 04. Juni 1989 verübt wurde. Ein mutiger Schritt, den vielen ansässige Filmemachen bis heute nicht zu tun wagen.

Ich persönlich hoffe ja, daß doch noch einmal irgendwann von irgendeiner VHS die fehlende halbe Stunde auftaucht, ich wäre der Erste, der das Geld dafür auf den Tisch packte. Obig erwähnte Fassungen möchte ich allen ans Herz legen, die sich den Film noch nicht zulegten, denn die FS-Version beinhaltet die bisher längste veröffentlichte Version und die HKL-DVD glänzt mit allerhand interessanten Interviews von Cast & Crew sowie den wieder
mal sehr informativen AK von Bey Logan.

Ein starker, unvergesslicher Film, der für nichts geringeres als die Ewigkeit gedreht wurde.
10/10


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Sylvio Constabel" lesen? Oder ein anderes Review zu "Bullet in the Head (1990)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Sylvio Constabel

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

302 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Verdammte der Inseln, Der (1952)
Mein wunderbarer Waschsalon (1985)
Hereafter - Das Leben danach (2010)
Get the Gringo (2011)
Blade 2 (2002)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich