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Ju-on: The Grudge 2 (2003)
Eine Kritik von GrossOut (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 10.08.2004, seitdem 358 Mal gelesen
Und natürlich sind auch in Teil 2 wieder der kleine Toshio, seine furchteinflößende Mutter und das Haus in dem sie herumspuken, dabei. Doch zuerst einmal lernen wir die Schauspielerin Kyoko kennen, welche sich einen Namen als Horrorfilm-Darstellerin gemacht hat, kennen. Auf der Heimfahrt haben die schwangere Frau und ihr Verlobter - nachdem zuerst eine Katze aus Unachtsamkeit überfahren wurde - einen Autounfall. Kyokos Verlobter fällt ins Koma, ihre Mutter stirbt zu Hause kurz nach dem Unfall und dies sind wahrlich nicht die letzten unerklärlichen und schauerlichen Phänomene. Diese treten erst auf nachdem Kyoko in einer Fernsehshow, welche sich mit unerklärlichen Dingen beschäftigt, mitwirkt. In der Folge in der sie mitwirkt, betritt das Filmteam genau das Haus, welches Dreh- und Angelpunkt des ersten Filmes war und in dem es seit einem fürchterlichen Mord eines Mannes an seiner Ehefrau spuken soll. Und genau diese Gerüchte scheinen sich zu bewahrheiten. Während die Leute aus dem TV-Team nach und nach entweder auf mysteriöse Art und Weise sterben oder verschwinden, sieht sich auch Kyoko von einer unheimlichen Macht bedroht. Zudem scheint die gesamte unheimliche Sache auch noch was mit ihrem ungeborenen Kind zu tun haben.
Wie schon beim Vorgänger läßt sich auch bei "Ju-On: The Grudge 2" die Story eigentlich nur sehr schwer zusammenfaßen. Die verschachtelte und episodenhafte Erzählweiße wurde auch in der Fortsetzung beibehalten. Was mich allerdings in Teil 1 noch ein wenig störte, funktioniert hier sogar besser. Im Sequel ist der Aufbau der Episoden und die Verstrickung der einzelnen Erzählstränge in ein Ganzes viel unkomplizierter. Dies ist also schon mal ein Pluspunkt. Nun komme ich aber auch schon zum größten negativen Punkt des Filmes. Das Sequel legt ein schnelleres Tempo vor, so das die Mysteriösität des Stoffes einfach ein wenig flöten geht. Die noch so geniale ruhige Atmosphäre des ersten Teiles ist leider nicht mehr vorhanden, was dem Zuschauer und vorallem mir als Fan von "Ju-On 1" doch etwas zu schaffen macht. Und außerdem wird meiner Meinung nach die Mutter des kleinen Toshios, das bedrohlichste und angsteinflößenste der ganzen Reihe, zu sehr in den Vordergrund gerückt. Soll heißen, daß man die Schocks durch die werte Frau Mama ruhig etwas zurückschrauben hätte können. Trotz meines Gemeckers soll es aber nicht heißen, daß der auch bald nach Deutschland kommende Film nichts mehr zum Gruseln bietet. Nein, auch hier hatte ich gehörig eine Gänsehaut. Ja vielleicht sogar öfters als bei Teil 1. Nur diesen umgab halt etwas besonderes, was einem hier wiederum fehlt. Auch einige Ideen sind vielleicht ganz nett, passen aber nicht direkt in den Film hinein. Dennoch bleibt auch "Ju-On: The Grudge 2" ein mehr als ordentlicher Horrorfilm asiatischer Schule. Trotz daß ab und an ein wenig zu dick aufgetragen wird, faszinierte mich der Film doch irgendwie. So kann er dann auch nicht gegen den Vorgänger anstinken, bleibt aber ein wirklich guter Horrorfilm aus Asien, so wie ich sie liebe. Für Gänsehaut und flaues Gefühl im Magen ist auch hier wieder gesorgt... nur ein wenig schwächer als in Teil 1.
Filmwertung: (3,5/5)
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