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Welcome to the Jungle (2003)

Eine Kritik von Coccotti (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 01.04.2004, seitdem 330 Mal gelesen


Laute Explosionen, schnelle Schnitte, viele Bullet-Time Zeitlupen und leicht übertrieben – so sieht „Welcome to the Jungle“ aus.

Die Geschichte ist relativ nebensächlich, da sie wirklich überhaupt nichts neues zu bieten hat und nach Schema F abläuft.
Nach schlagkräftiger Vorstellung von The Rocks Charakter Beck, macht dieser sich ziemlich schnell auf den Weg in den Dschungel. Hier trifft er dann auf Travis (Sean William Scott), den er dort rausholen soll – als seinen (welch Überraschung) letzten Job, denn er hat Schulden bei dessen Vater. Travis und Beck mögen sich anfangs natürlich nicht, wie das bei Buddy-Komödien so üblich ist, retten sich allerdings zwischendurch gegenseitig das Leben und sind am Ende richtig gute Kumpels.

Schwierigkeiten gibt’s genug, die verhindern, dass die beiden heil aus dem Grünen kommen. Hier wären wir auch schon beim absoluten Höhepunkt des Films: Christopher Walken als Bösewicht Hatcher.
Mit verschwitztem Unterhemd, Hut und Goldkettchen ist er kräftig am Befehle geben (leider mit Gandalfs Stimme – ahh!), ohne selber mal tätig zu werden. Natürlich ist er hier nicht ganz so fies wie man ihn kennt, der Film soll schließlich auch für Kinder zugänglich sein.

Die Action steht hier im Vordergrund und die ist durchaus solide. Es gibt viele Prügeleien, Ballereien und einen schönen Autoabsturz in eine Schlucht. Der ist zwar nicht gerade realitätsnah, aber optisch sehr schön anzusehen. Der Showdown, in dem Beck wieder zu Waffen greift (er benutzt nie welche, „denn sonst gibt’s richtig Ärger!“) und alle platt macht wie ein Weltmeister, ist schon nicht schlecht inszeniert, aber halt auch verdammt übertrieben auf cool gemacht.

Dwayne 'The Rock' Johnson stellt leider keine Ablösung für Sly oder Arnie (hat sogar einen Cameo) dar. Höchstens okay, aber für einen harten Actionhelden nicht ansatzweise so sympathisch wie seine Vorgänger. Sean William Scott wäre doch besser in Teenie-Komödien aufgehoben und Chris Walken würde ich auch lieber in anderen Filmen, als in PG13-Actionern sehen.

Durchschnitts-Buddy-Action-Komödie zum Einmalsehen. Für die wunderschönen Locations und dem gemeinen Chris Walken geht es knapp darüber: 5.5/10.


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