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Ong Bak (2003)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 24.08.2010, seitdem 149 Mal gelesen


Im Dorf Nong Pradu wird der Kopf der heiligen Buddhastatue Ong Bak gestohlen und nach Bangkok verschleppt. Da die Dorfbewohner befürchten das nun großes Unheil naht, wird der junge Ting nach Bangkok geschickt um den Kopf wiederzuholen. Ting ist Schüler von einem Mönch aus dem nahe gelegenen Tempel. Von diesem Mönch erlernte Ting eine traditionelle Form des Muay Thai genannt Muay Boran. In Bangkok ist Ting gezwungen seinen Kampfstil einzusetzen um den Kopf wiederzubekommen und um das Dorf zu retten...
Zu Ong Bak hab ich ein leicht widersprüchliches Verhältnis. Die Actionsequenzen sind vom allerfeinsten, eins mit Sternchen. Tony Jaa ist zur Zeit wohl der spektakulärste Kampfkünstler in der Filmbranche, allen Jackie Chans und Jet Lis zum Trotz. Was der Junge sportlich und akrobatisch drauf hat, läßt dem Zuschauer oft genug die Kinnlade auf Kniehöhe fallen vor lauter Staunen. Die Muay Thai Moves werden in noch nie gesehener Qualität performed, zudem wird auch auf Hilfsmittel, wie dem im Hong Kong Filmen gern genommen Drähten und Schnüren, komplett verzichtet.  
Richtig schlimm wird der Film allerdings, wenn die Beteiligten den Mund aufmachen. Allein der Müll den Jaas blondiertes Helferlein vom Stapel läßt, läßt den Zuschauer die Tränenkanäle fluten, überhaupt stellt dieser einen furchtbar nervigen Charakter dar. Überhaupt sind die Schauspieler alles andere als gut, bestenfalls Durchschnitt. Selbst Jaa kann in den Szenen in denen er nicht treten, hauen oder rennen muß, nicht wirklich überzeugen. Die Story selbst ist auch keine zwei Euro wert und völlig nebensächlich. Armes Dorf schickt jungen Kämpfer auf Wiederbeschaffungstournee, mehr ist nicht. Ob es dabei um den Kopf  einer Statue geht (ok da kommt noch die religiöse Komponente als Motivation hinzu), oder um ein verlorenen Schlüsselbund, macht überhaupt keinen Unterschied.
Ong Bak ist aus Actionsicht absolut oberklasse, rasante Verfolgungsjagden und rassige Kämpfe sind garantiert, den Rest der aus blöden Dialogen und dem gewohnt gewöhnungsbedürftigen Asia Humor besteht kann man dagegen getrost fast forwarden.
7/10


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