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Ong Bak (2003)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 30.07.2003, seitdem 5544 Mal gelesen


Gerüchte, Kritiken und Forenuser zu Folge soll "Ong-Bak" den neusten und genialsten Martial-Arts-Film aus Fernost darstellen. Hauptdarsteller Panom Yeerum soll gar der neue Jackie Chan sein.

Um es vorweg zu nehmen, der Film ist völlig überhypt und ist qualitativ wohl mit den unteren van Damme Gurken der 90er zu vergleichen. Die Story um den stärksten Dorfkämpfer, der in die große Stadt zieht um den gestohlenen Kopf einer heiligen Statue wiederzuerlangen ist altbacken wie träge und bildet nur ein Argument, um den Helden gegen eine Überzahl von Gegnern antreten zu lassen. In Bangkok tut er sich nicht nur mit einem Gaunerpärchen zusammen, sondern prügelt sich derweil auch noch recht trocken in einem illegalen Club herum. Dessen Besitzer (klassisch, mit Rollstuhl und Kehlkopfkrebs) erweist sich später als Dieb und jetziger Besitzer des Heiligenkopfes.

Ob die Fights, wie einige gern behaupten, nun wirklich echt und nicht gestellt sind darf bezweifelt werden. Die Schlageffekte sind oft nachträglich ergänzt worden und die angeblichen Schläge mit den Ellenbogen, treffen oft nur mit dem Oberarm, um nur ein Beispiel zu nennen. Eine gute Choreographie und harte Inszenierung kann man dem Film dabei nicht absprechen. Leider dauert es aber etwas, bis sich mal feste auf's Maul gehauen wird, oder auf dem Helden eine komplette Bareinrichtung zerstört wird. Hinzu kommt eine nette Flucht, bei dem der Hauptdarsteller ungeheure Akrobatik an den Tag lehnt, die von verschiedenen Kamerapositionen gleich dreimal wiederholt werden muss.

Neben diesen Kämpfen gibt es, abgesehen vom lahmenden Plot, keine erwähnenswerte Action, wenn man von der schlecht geschnittenen Verfolgungsjagd absieht, in der versucht wird, mit wackeliger Kamera Geschwindigkeit vorzutäuschen. Wenn dabei fünf Karren hintereinander in der gleichen Kurve auf die Seite fliegen, oder wie die Lemminge über eine unfertige Straße in die Tiefe stürzen ist Zuschauerschmerzgrenze erreicht.

Fazit:
Schlechter Martial-Arts-Film aus Fernost, der bis auf einige harte Fights und akrobatische Einlagen keine Substanz besitzt. Der Plot ist vorhersehbar wie dämlich, die Charaktere triefen vor Klischees. Kameraarbeit und vor allem der Schnitt sind dabei auf unterem Niveau. Dann doch lieber einen gescheiten van Damme, der zumindest unfreiwillige Komik zu bieten hat.


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