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Heat After Dark (1997)

Eine Kritik von mario-pana (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 03.08.2009, seitdem 210 Mal gelesen


Zwei Typen wollen einen Kerl verschwinden lassen, den einer von ihnen erschlagen hat. Die Leiche packen sie in den Kofferraum ihres Wagens und wollen sie auf einem verlassenen Gelände verschachern. Bei einer Überprüfung durch die Polizei ist der vermeintliche Tote plötzlich verschwunden. Man fährt dennoch zum Bestimmungsort weiter und wird sogleich unter Beschuss genommen. Der niedergeschlagene ist quicklebendig und feuert aus allen Rohren. Doch dessen nicht genug, hat er auch gleich seine Kumpane informiert, die den beiden Typen nun ordentlich einheizen sollen. Aber die ergeben sich nicht in ihr Schicksal. Sie machen das Beste aus der Situation und sind dabei gar nicht mal schlecht.
„Heat after Dark“ ist das Regieerstlingswerk von Ryuhei Kitamura und mit einem verschwindend geringen Budget realisiert (wenn überhaupt Geld zur Verfügung stand). Dennoch macht man etwas sehr gelungenes draus. Ein herrlich abgedrehter kleiner Film, zwar mit dürftiger Handlung, aber umso mehr Atmosphäre und wegen der Laufzeit von nur 50 Minuten kommt keine Langeweile auf. Es ist einfach schön, zuzusehen wie sich die beiden Kerle der Yakuza Gangster erwehren und wie selbst die Bösewichte nicht immer rational agieren. Gesprochen wird nicht sonderlich viel, was auch gar nicht notwendig ist. Gucken ist wichtiger und zu sehen gibt es ja einiges. Das Ganze gleich mit der französischen Novel Vague zu vergleichen, halte ich für übertrieben. Dafür ist es mir in den optischen Dingen nicht experimentell genug, dafür fehlt es an den ganz besonderen Blickwinkeln. Dennoch tendiert es in die Richtung und dass alles am Ende so gut funktioniert, spricht für den Regisseur.



Die deutsche DVD:
Die DVD von AFN ist von der Aufmachung her (Amaray Case im Pappschuber) sehr gut, doch die technische Umsetzung gefällt mir nicht ganz so. Vor allem liegt das an den unsäglichen deutschen Untertiteln, die viel zu kurz eingeblendet werden. Das kann selbst der Schnellste nicht lesen und zudem ist es manchmal zu früh, manchmal zu spät. Das zerstört jegliche Atmosphäre, die Verantwortlichen gehören gesteinigt. Wie jetzt die ebenfalls enthaltenen englischen Untertitel sind, hab ich nicht getestet. Die restliche Umsetzung ist recht gut. Das Bild ist solide und der Ton geht wirklich in Ordnung und an Extras gibt es noch ein 14minütiges Making of, sowie Trailer zu anderen Titeln. Alles in allem eine solide Auflage, die mir wesentlich besser gefallen würde, wenn die miesen deutschen Untertitel nicht wären.
Die übrigen Auflagen scheinen mit der AFN DVD identisch.


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