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Crying Freeman - Der Sohn des Drachen (1995)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 29.09.2001, seitdem 1702 Mal gelesen


Coole Animerealverfilmung mit toller Action, als hätte John Woo persönlich Hand angelegt.

Story:
Yo (Mark Dakascos) ist der Freeman. Er ist ein legendärer Mörder des chinesichen Geheimbundes der 108 Drachen. Malerin Emu (Julie Condra) beobachtet wie dieser 3 Männer erschiesst, eine Träne vergießt und flüchtet. Eigentlich muss Yo alle Augenzeugen seiner Morde auch umbringen, nur hindern ihn seine Gefühle. So benutzt Yakuzaboss Shimazaki Emu als Lockvogel, um den Freeman zur Strecke zu bringen. Einer der 3 Toten war nämlich sein Sohn. Emu willigt ein, sie hofft das Yo sich in sie verliebt. Er tappt in eine vermeintliche Falle, doch den Freeman kann nichts aufhalten....
Einen japanischen Manga in eine Realverfilmung umzuwandeln ist normalerweise sehr schwierig. Hier klappt es ausnahmsweise ziemlich gut. Tolle mystische Story mit toller Action und Gefühlen. Schade, das so wenig dieser Perlen in Europa wirklich beachtet werden.

Musik:
Selten so eine breite Palette in einem Film gehört, da bekommt man harte heroische Musik, einen Männerchor, die typische asiatische Musik oder auch mal leise Klavier- und Trompetenmusik zu hören. Mal auch wieder garnichts bis auf ein Uhrpendel. Tolle Musikunterstützung dieses facettenreichen Filmes, der nicht nur von Action sondern auch von Gefühlen und Emotionen handelt.

Atmosphäre:
Auf jeden Fall eine sehr fremde und kalte Perspektive aus Asien. Genau deswegen hat sich mich so fasziniert. Selten bekommt man solche tollen Filme aus der Ferne zu sehen. Noch seltener seitdem John Woo weg ist. Wobei vor allem die klasse Actionszenen und Schiessereien in Zeitlupe stark an seinen Stil erinnern. Dazwischen bekommt man dann viel von dem Mythos und die Entstehung des Freemans mit und kann hinter die Fassaden der Yakuza und korrupten Polizei sehen.

Schauspieler:
Der Film lebt von dem Schauspieler, bei dem ich eigentlich dachte, dass er 0 Talent hat: Marc Dacascos.
Ok, viel Talent braucht man für den Freeman auch nicht weil er nicht so unheimlich viele Emotionen zeigt oder viel redet. Die Ausstrahlung Dacascos in diesem Film ist einfach toll. Wird wohl seine einzige wirklich gute Rolle bleiben....
Tchéky Karyo spielt einen korrupten Polizisten, eigentlich nur einen Nebenrolle, aber es wird deutlich was für ein Potential der Mann eigentlich hat. Er sollte sich mehr auf diese fiesen Rollen konzentrieren die ihm wie auf den Leib geschrieben zu sein scheinen. In "Bad Boys" hat er diesen Part auch sehr gut gemeistert. In "Der Patriot" wirkt er eher lächerlich und in Wing Commander war er grad mal Durchschnitt. Ein richtig schön fieser Geselle.

Fazit:
Tolle Animeverfilmung, für Fans des mysthischen Asiens und John Woo Actionliebhaber. Nicht jedermans Geschmack aber auf jeden Fall ansehbar.


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