Eine Kritik von JasonMichealFreddy (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 06.11.2005, seitdem 289 Mal gelesen
Ein chinesischer Krieger im Kampf gegen machthungrige Yakuza.
Story:
Emu O'Hara wird zufällig Zeugin eines Mordes, der von dem legendären Freeman verübt wird. Der gehört zum Geheimbund der 108 Drachen und beseitigt seine Opfer präzise. Da es auch keine Zeugen geben soll, müsste eigenlich auch Emu dran glauben, doch der schafft es nicht, sie zu töten. Stattdessen reisst sie nach Japan, wo es dem Yakuzaclan ans Eingemachte gehen soll...
Das Problem der Mangaverfilmung ist schnell gefunden: Zwischen den sehr ansehnlichen, harten Actionszenen (R-Rating war ja Mitte der 90er nicht mehr unbedingt Standard) vergeht zu viel Zeit mit unnötigem Bla Bla und pathosschwangeren Dialogen, die zu nichts führen. Eigentlich völlig unverständlich, denn prinzipiell ist die Story nicht mal uninteressant. Nur an der Umsetzung hapert's irgendwie gewaltig, so dass der Film nie konsequent zu fesseln vermag.
Von der technischen Seite gibt es keinen Grund zur Klage. Auf künstliche Computertricks wird weitestgehend verzichtet und nur verinzelt wird bei einigen Fights Wirework verwendet. Der Soundtrack und die Schauspieler wissen ebenfalls zu überzeugen. Es wird zwar keine oscarreife Performance auf's Parkett gelegt, nervig agieren die Darsteller aber nie.
Bleibt also nur das Problem der langatmigen Dialoge. Schade, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Dabei hätte man den Film von der Laufzeit nicht mal kürzen müssen.
Fazit: Gute Idee, aber mäßige Umsetzung. So macht der Sohn des Drachen einen halbgaren Eindruck. Über etwas besseres Mittelmaß kommt der Film leider nicht hinaus. Einen Blick können Mangafans aber dennoch mal riskieren.