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Crying Freeman - Der Sohn des Drachen (1995)

Eine Kritik von Justact (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 14.04.2006, seitdem 194 Mal gelesen


Crying Freeman

Eine Produktion aus Kanada, Japan und Frankreich.

Eine Insel, kurze Zeitlupenschnitte, drei Männer huschen aus dem Gestrüpp, in kleinem Abstand folgt ein vierter, zwei Schüsse und der Leibwächter fällt zu Boden, dreht den Kopf und die Haare schleudern Wasser nach oben... Der Sohn des Yakuzaboss fleht um Gnade wird aber erschossen.

Der Anfang des Films gibt das Tempo und die ästhetik sowie die Story des Films vor. Hier entscheidet sich ob dieser Film es wert ist.

Ein paar meter entfernt beobachtet eine Frau die Szenerie und sieht wie auf den Wangen des Schützen eine Träne wandert.
Der Killer nennt seinen Namen und geht.

Der Killer ist der Freeman, er ist auserwählt als Schafrichter des Geheimbundes der Söhne der Drachen für Recht und Ordnung zu sorgen. Es ist immer ein anderer Körper, aber es ist immer der Drache.

Nun ist der Vater an der Reihe.
Er lädt die Polizei in den USA zu einer Unterredung ein. Hier kommt Detektiv Nita ins Spiel. Er ist lange in Japan gewesen und kennt sich mit der dortigen Mafia aus.
Er schickt seine junge Assistentin auf die Suche nach der Frau, die den Freeman kennt. Denn er weiß, er muss eine Regel befolgen, die lautet, jeder muss sterben, der den Freeman je zu Gesicht bekommen hat.

Als der Freeman nun die Gelegenheit hat Emu O`Hara, welche zeichnet zu töten, erkennt er sich auf dem Bild und verliebt sich in die Frau. Er lockt sie mit Hilfe einer Reihe von tricks auf eine Insel wo sie gemeinsam glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben sollten.
Jedoch ist dies nicht der einzige Handlungstrang, denn jetzt da der Chef der Yakuza gestorben ist entwickelt sich ein Kampf um die Nachfolge.

Kurzum hier geht es um Intrigen und Macht.

Wenn es jemals den Begriff ästhetische Gewalt in Filmen geben sollte, dann wäre dies hier angebracht. Der Film wechselt in unübersichtlichen szenen in Slowmotion. Somit behält der Zuschauer detailgetreu den Überblick über jede einzelne Handlung. Trotzdem steht die Gewalt nicht im Vordergrund! Die Story um seine Vergangenheit und die liebe zu der Malerin rundet die Geschichte schön ab.

Erfreulich die Musikuntermalung des Films.

Fazit:
Ein ästhetisch geschnittener und in Szene gesetzter Film. Die coole Art der Schauspieler tut zur faszinierenden Story ihr übriges. Ein wahrer Genuss


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