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Crying Freeman - Der Sohn des Drachen (1995)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 30.05.2006, seitdem 214 Mal gelesen


Christophe Gans zweiter Spielfilm ist die Animerealverfilmung um den Freeman. Er hat hier wieder unter Beweis gestellt, was er für ein Talent als Regisseur besitzt.

Inhalt:
Emu beobachtet im Urlaub wie ein Killer ein paar Menschen erschießt. Er stellt sich ihr mit seinem Namen vor, was bedeutet, dass er sie irgendwann töten wird. Die Polizei ist auch hinter dem Freeman her, aber Emu will der Polizei nicht helfen, da sie sich in den Killer verguckt hat und er sich auch in sie, denn er kann sie nicht töten. Währenddessen plant Riuchi einen Machtwechsel in der Yakuza und der Freeman soll ihn töten, doch danach soll auch der Freeman sterben, weil er Emu nicht getötet hat.

Hier denkt man zuerst John Woo hätte bei der Action seine Finger im Spiel gehabt, dem war aber nicht so. Aber sie wirkt genauso. Viel ist in Zeitlupe und vor allem der kurze Shootout vor dem Polizeigebäude ist einfach brillant in Szene gesetzt, so wie die ganze Action, oder besser gesagt der ganze Film. Actionmäßig ist hier natürlich eine Menge geboten. Es wird geprügelt, viel geschossen und mit dem Schwert aufgeschlitzt und dennoch wirkt die Story nicht konfus, nein sie ist sogar interessant und gut ausgeführt.

Die Atmosphäre ist einfach toll, vor allem in den ländlichen Gegenden, wo der Freeman wohnt und dazu die vielen verschiedenen Musikuntermalungen, welche von rockig bis heroisch sogar bis zu Klassik reichen. Da merkt man richtig die Melancholie die in dem Film vorhanden ist, außerdem ist es schlichtweg atemberaubend. Vor allem als Yo zum Freeman gezogen wird ist einfach klasse anzuschauen, die Tatoos, der Steinkopf der Yo Angst einjagt. Man merkt hier das ein Anime die Vorlage war.

Auch die Darsteller sind top, Marc Dacascos ist zwar kein großer Mime, aber hier ist er super, ich glaube das hätte niemand von ihm gedacht. So gut wie hier hat er in keinem seiner anderen Filme agiert. Emu wird von Marcs Echtfrau Julie Condra gespielt. Sie spielt sehr geheimnisvoll und intensiv. Tcheky Karyo spielt einen korrupten Bullen, die Fieslingsrolle beherrscht er perfekt. Byron Mann spielt einen eiskalten Killer der Drachensöhne, komplett ohne Emotionen. Mako ist auch noch als Shimazaki mit dabei, er hat aber nur eine Nebenrolle. Rae Dawn Chong spielt eine Polizistin, wirkt aber hier etwas blass und sah schon wesentlich besser aus.

Fazit:
Ein kleines Meisterwerk von Christophe Gans, tolle Action, brillanter Soundtrack und Kulisse in guter Story. Gans hat hier alles richtig gemacht.


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