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Wiege des Schreckens, Die (1987)

Eine Kritik von Moonshade (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 03.01.2004, seitdem 1331 Mal gelesen


Wenn eine Reihe in der Kritik überbewertet wurde, dann wohl Larry Cohens Trilogie über Monsterbabies, die durch seltsame Fruchtbarkeitspillen hervorgerufen wurden.
Neun Jahre nach der Fortsetzung "Die Wiege des Satans" kam 1987 die Wiege des Schreckens und diesmal gehen die Betroffenen vor Gericht. Michael Moriarty als Vati erstreitet, daß die Viecher nicht hingerichtet werden dürfen, also setzt man sie auf einer Insel aus. Dort hausen sie im Gehölz, metzeln Sporttaucher und Glücksjäger nieder, bis sie eine Expedition bis auf Daddy Moriarty verfrühstücken und sich per Boot auf Festland zurückmachen, um dort an Masern einzugehen und ihr eigenes Neugeborenes an die nun Großelten gewordenen Moriarty und Black weiterzugeben.

Von Moriarty und Karen Black, die in ihrer Filmwahl eh nie eine gute Hand bewiesen, ist man ja nichts Dolles gewohnt, aber das hier ist wirklich unter aller Kanone. Mit der Brechstange wird hier versucht, Kontroverses und Gefühl in einem billigen Monstercheapie unterzubringen, doch die Gerichtsverhandlung gerät zur lächerlichen Farce. Zwischendurch spritzt mal literweise Blut, wenn auch uninspiriert, bis man dann zur superschlecht organisierten Expedition ansetzt. Nach einem Intermezzo auf dem Boot plätschert dann alles auf das alberne Finale zu, bei dem sich Punker und Waver ein Gekloppe am Strand liefern, Polizisten sich doof anstellen und Moriarty gar von Kubanern aufgegriffen und anschließend nach Amerika gebracht wird. Na, wenn das immer so einfach ginge...

Die Stop-Motion-Monster sind eckig in allen Bewegungen, später dann präsentieren sich Kleindarsteller in lächerlichen Monsterkostümen und winken mit Plastikklauen. Wieso die kleinen Scheißer in ihrer beschränkten Motorik stets menschliche Opfer im halben Dutzend wegschnetzeln können (und letztere immer am Spieß schreien, sobald sie eins der Humpelbabies sehen), erfährt man nie. Garantierte Z-Qualität bei den Tricks ist aber noch kein Garant für schlechte Filme, doch Moriartys Schicksal als allseits gebeutelter und geschasster Monstervater setzt dem Ganzen die Krone auf. Bisweilen macht er sogar Al Bundy als Schuhverkäufer Konkurrenz und benimmt sich während der Expedition, als hätte er nicht alle auf der Pfanne, weswegen man ihn als Risikofaktor eh zuhause hätte lassen müssen. Der beknackte Schluß weist überdies auf eine weitere Fortsetzung hin, die aber zum Glück nie kam.

Stümperhafte Regie, flauer Schnitt und eckige Kamera bilden schließlich das Sahnehäubchen auf dieser Billigproduktion aus dem Hause "Grottig". Dann lieber weiter Muppet-Show-Wiederholungen. (1/10)


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