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Experiment, Das (2001)

Eine Kritik von Teichinator (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 15.03.2004, seitdem 782 Mal gelesen


Tja... da haben wir als das ach so hoch gelobte Experiment.
Dem Lob entsprechend freute ich mich auch darauf, den Film endlich zu sehen.
Nur leider wurde ich bitter enttäuscht.
Neben der Haupthandlung, die sich um den Zellentrakt dreht, der von Stereotypen geleitet und "bewohnt" wird, gibt es auch noch eine komplett dusselige Liebesgeschichte, die zum Schluss noch eine dämliche aber rettende Rolle spielen wird.
Aber naja, zurück in den Zellentrakt und zur Wärterseite.
Hier haben wir totale Psychopaten sitzen, die scheinbar ihr ganzes Leben nur auf solch eine Gelegenheit gewartet haben und scheinbar allesamt psychisch überaus labil sind.
Alle bis auf einen werden auf einmal prügelnde und quälende Monster, der andere scheint an seiner Aufgabe zu zerbrechen. Nach der Prügel und Quälarbeit gehen sie natürlich gemütlich nach Hause um damit am nächsten Tag wohlgelaunt weiter zu machen.

Die eigentliche Krönung des Films bildet einer der mit Abstand bescheuertsten Verläufe, die ich je erleben durfte.
Der Leiter des Projekts ist verreist und die schlauen Wärter kommen auf die Idee, dass das ja alles ein Test sein könnte-
Deswegen also lieber mal eben alle anderen Projektleiter gefangen nehmen und die Frau unter ihnen beinahe vergewaltigen-
ist ja nur n Test, ne?
Abgesehen davon prügelt man natürlich weiter, klar, wie soll's auch anders sein und bei einem der Häftlinge führt dies sogar zum Tod.
Zum Schluss befreien sich die Häftlinge, es gibt ne Hatz durch das Gebäude, wo nochmal... äh toll gemetzelt wird die Geliebte darf natürlich auch nicht fehlen und zieht mit Pistole bewaffnet durch's Gebäude, um ihren Freund zu retten (als sie zum Gebäude kam, wusste sie natürlich nix von allem, was darin passiert, aber naja, zum Glück kam sie ja auf die Sekunde genau als Retterin in der Not).

Tja, sowas soll scheinbar Emotionen wecken und das ganze eindringlicher machen-
meines Erachtens verschenkt es aber das große Potential, das die Story hatte und degradiert den Film spätestens im letzten Viertel zu einer unfreiwilligen Lachparade, obwohl er sich bierernst nimmt.

Wer gerne mal den Kopf schüttelt über dusselige Ideen, weil man scheinbar nicht anders Spannung erzeugen kann, weil man unfähig ist, oder aber sich von der BILD Redaktion ein Drehbuch schreiben ließ, dem sei der Film empfohlen.


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