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Dead End (2003)
Eine Kritik von harvey kartell (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 03.12.2005, seitdem 304 Mal gelesen
"Holy shit! The bitch shot me in the leg."
Die Verpackung dieses Films ist ein Paradebeispiel unfreiwilligen Understatements: Es wird als Standard-Wald-und-Wiesen-Horrorfilm verkauft, was als einer der kreativsten, lustigsten, unverschämtesten und schlicht besten Genre-Filme der letzten Jahre durchgeht.
Hiermit hat das Regisseurduo als ersten Spielfilm wirklich ein Meisterstück abgeliefert: Dichte Atmosphäre, geniale Dialoge (und ich habe mir unfreiwillig bisher nur die Synchronfassung angesehen) und überzeugende Darsteller - allein dafür würde man heutzutage als im Videothekenstandardprogramm untergehender Filmfan schon spontan einen Mord ausüben!
Aber "Dead End" bietet noch mehr, was anhand der anfänglich klischeehaft anmutenden Entwicklung der Geschichte umso mehr überrascht. Die Story ist auch nicht unbedingt das, was einen die knapp 80 Minuten ans Sofa fesselt. Man erwischt sich beinahe ständig dabei, sich über die Dialoge schlappzulachen, sowas fehlt einfach in fast allen Filmen im Sog von Hits wie "Blair Witch Project" und Slashern der "Scream"-Reihe. Den Ausgang der Geschichte werden erfahrene Kinogänger vorausahnen können, aber selten wurde dieser Stoff so attraktiv und unterhaltsam verpackt.
Ich bin durchaus kein Horror-Junkie und gehe auch (immer noch) mit gesunder Skepsis an Streifen heran die in solcher Weise aufgemacht sind, doch hier kann man absolut nichts falschmachen: ein gelungener Videoabend ist jedem garantiert, der auch nur ein bisschen Spaß versteht, und die eine oder andere Ekelszene aushalten kann - mit Schockeffekten wir übrigens sparsam umgegangen, weil die Atmosphäre des Films diese nicht wirklich nötig hat.
Fazit: Frankreich zeigt Hollywood, wo's langgeht. Ein Lichtblick in jedem Sinne - sehen und staunen!
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