Eine Kritik von Intergalactic Ape-Man (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 29.03.2008, seitdem 264 Mal gelesen
Dead End reiht sich oberflächlich gesehen in die vielfältig gestaltete Lehrfilmvideothek in der Kategorie keine Anhalter / keine Abkürzungen ein und macht es sich gleichwohl zur Tugend, daß überzeugende neue Filme meist nicht die mit Megastars und CGI aufgeblasenen Produktionen, sondern die fein abgestimmten kleinen Geheimtips sind. Mit geringem Budget bietet es sich nahezu an, eine Familie auf dem Weg zum Weihnachtsessen eine Abkürzung über eine einsame Landstraße nehmen zu lassen.
Zunächst wird der Roadtrip noch über kleine Sticheleien und Nebensächlichkeiten ausgestaltet, aus dem Leben gegriffene Details wie das Unverständnis des Vaters, daß diese Marilyn Bronson, ach nein, Manson, keine Frau sein soll, sorgen für seichtes Amüsement. Daß Daddy mit der langen Fahrt überfordert ist und trotz gefährlichen Müdigkeitsanfällen niemand anders ans Steuer läßt, sorgt für weitere Zwistigkeiten. Diese sind jedoch vergessen, als die einsame Reise durchs Nirgendwo von einer Frau im weißen Gewand unterbrochen wird, ein Leichenwagen auftaucht und immer seltsamere Dinge geschehen.
Das Ziel kommt nicht in Sicht, die einzelnen Charaktere offenbaren gänzlich neue Seiten, gezielt eingesetzte Dialoge entbehren nicht einer gewissen Komik. Stimmig mischt Dead End diese Elemente mit unterschwellig groteskem Grusel und läßt selten Hektik aufkommen. An zeitloser Optik und klassischer Pointe erfreuen sich nicht nur Fans von Twilight Zone und Outer Limits.