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Wunder von Bern, Das (2003)
Eine Kritik von D-EVIL eingetragen am 21.10.2003, seitdem 1149 Mal gelesen
2003, Schröder-Deutschland liegt siech danieder, was liegt also näher, als einen Durchhaltefilm zu drehen?
DAS WUNDER VON BERN, ein persönliches Projekt von Sönke Wortmann, dem man spätestens nach dem SUPERWEIB Regieverbot hätte erteilen sollen, erzählt in schönen Bildern eine schlicht und einfach langweilige Initiationsgeschichte, beschwört den Wirtschaftswunderkitsch der fünfziger Jahre und feiert eine Fußball-Weltmeisterschaft, an die sich höchstens Ruhrpottkanacken mit gaanz langen Bärten zurückerinnern, denn es gab seither die Italia und noch eine andere gewonnene Meisterschaft, für die sich eigentlich auch niemand wirklich interessiert (vielleicht dreht Wortmann ja auch demnächst eine Trilogie?)
Logisch, dass bei soviel Glanz vergangener Größe unserem (beinahe hätte ich Führer geschrieben) Kanzler das Heulen kommt, und als Filmfan schließe ich mich ihm gerne an, allerdings aus anderen Gründen.
Denn bereits der SISSI und FÖRSTER VOM SILBERWALD - Müll aus eben jener Wirtschaftswunderzeit war noch verlogener als unsere momentane Regierung, und dass ein Machwerk wie DAS WUNDER VON BERN in der gegenwärtigen Lage der Nation als volksbildende große Kunst über den grünen Klee gelobhudelt wird, ist für Wortmann zwar toll, für einen kritisch denkenden Menschen jedoch schlichtweg eine Unverschämtheit.
Also ihr Spießer und Hirntoten, Marsch ins Kino!
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