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Wenn Träume fliegen lernen (2004)

Eine Kritik von schatzibobbers (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 16.10.2005, seitdem 267 Mal gelesen


„FINDING NEVERLAND" – ich finde den Original-Titel einfach viel schöner - ist ein wahres Geschenk an alle Filmliebhaber von phantastischen, originellen und bewegenden Filmen.

Die von tatsächlichen Ereignissen inspirierte Story um den Bühnen-Autor J. M. Barrie (Johnny Depp), der nach einem erneuten Flop in der verwitweten Sylvia Davies (Kate Winslet) eine Muse findet und mit Hilfe ihrer vier Söhne fantastische Abenteuer in der Phantasie-Welt „Nimmerland“ erlebt, ist wahrhaftig kein 08/15-Popcorn Kino für die Steven Seagal –Gemeinde. Vielmehr werden Liebhaber von Tim Burton’s abenteuerlichen Welten (v.a. des genialen „BIG FISH“) ihre helle Freude an dieser wundervollen Geschichte haben.

Johnny Depp spielt seine Rolle als Peter Pan Autor J.M.Barrie einfach perfekt, was nicht gerade wenig damit zutun hat, dass sich der beliebte Charakter-Darsteller selbst noch sein Kind im Manne bewahrt hat, was er in der Vergangenheit durch zahlreiche skurrile Rollen (Willy Wonka, Edward mit den Scherenhänden) schon mehrfach bewiesen hat. Kate Winslet und Dustin Hoffmann spielen gut, aber nicht herausragend, was keineswegs auf die Kinder-Darsteller zutrifft. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Glanzleistung des erst 12-jährigen Freddie Highmore (er spielt Peter Lewellyn-Davis), der einfach so echt, so absolut wahr und ehrlich agiert, dass man voll und ganz von ihm in die Story hineingezogen wird.

Der Film funktioniert als Gesamtwerk: Glänzend aufgelegte Darsteller in einer wunderbaren Geschichte, die durch eine stimmungsvolle Begleit-Musik grandios untermalt wurde. Regisseur Marc Forster gelang das Kunststück, den Zuschauer in Barrie's Fantasiewelt zu entführen, wobei Wirklichkeit und Fantasie in seiner beeindruckenden Inszenierung fließend ineinander übergehen. „FINDING NEVERLAND“ ist sowohl witzig und fröhlich, als auch tragisch und herzzerreißend traurig – ein Film der ganz großen Gefühle, dem aber trotzdem das gewisse Etwas fehlt, um ganz oben in der Liga des phantastischen Films mitzuspielen. Zur Höchstnote fehlt meines Erachtens noch der letzte Schliff, das gewisse Etwas, der „AHA-Effekt“.

Nichtsdestotrotz ist hier ein äußerst wertvoller und tief berührender Film entstanden, eine wundervolle Reise in die Welt der Fantasie - nach Neverland, der Ort wo Träume Wirklichkeit werden. Somit gibt’s von mir eine gute „8“ mit Tendenz nach Oben!


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