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Monster (2003)

Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 06.02.2005, seitdem 454 Mal gelesen


Aaaalso, natürlich musste ich mir diesen Film endlich anschauen. Charlize Theron hatte ja einen Oscar für ihre Hauptrolle als "Monster" erhalten und außerdem wollte ich wissen, ob diese wunderschöne Frau tatsächlich hässlich sein kann.
Oh ja, sie kann. Und wie. In diesem Film ist sie so hässlich, wirklich unvorstellbar. Richtig widerlich. Abartig. Irritierend dabei ist aber vor allem, dass sie auch hässlich ist, als sie fast nackt gezeigt wird. Weil an ihrer Figur werden sie wohl nicht viel verändert haben können, oder täusche ich mich da? Oder hat sie für den Film extra mehr gefressen? Ich weiß es nicht.
So zum Film. Leider fand ich ihn nicht herausragend, aber er war schon ok. Charlize Theron spielt eine abgefuckte Nutte(Lee), die Schwierigkeiten hat durchs Leben zu kommen. Sie lernt eine Frau kennen, gespielt von Christina Ricci, in die sie sich verliebt und für die sie sich ändern will. Durch einen Vergewaltigungsversuch eines Freiers tötet sie erstmals einen Menschen und erkennt die sich daraus ergebenden Vorteile. Sie kann den Opfern Geld und Auto abnehmen und so sich selbst und ihre Geliebte versorgen. Versuche, ein "normales" Leben als Sekretärin oder Ähnliches zu führen, scheitern auf Grund mangelnder Qualifikation kläglich. Diese Phase des Films ist recht humorvoll dargestellt. Lob hierfür. Sie verstrickt dich immer mehr in ihre Verbrechen, gerät immer tiefer hinein, bis sie schließlich gesucht wird. Aus Liebe motiviert schickt Lee ihre Geliebte zurück zu deren Eltern, damit sie nicht in Gefahr kommt, gefasst zu werden. Den Schluss verrate ich dann lieber nicht.
Der Film beruht anscheinend auf einer wahren Begebenheit. Dramatik bringt der Regisseur sehr gut zur Geltung, beispielsweise als sie voller Verzweiflung einen unschuldigen Familienvater tötet, der nicht einmal ihre Dienste als Nutte beanspruchen wollte, sondern lediglich helfen wollte. Er fleht um sein Leben, erzählt von seiner Familie. Umsonst. Lee schießt ihn dennoch kaltblütig ab. Ein sehr ergreifender Moment im Film.
Eigentlich alles ganz gut gemacht, ich weiß auch nicht genau, was den Film abschwächt. Vielleicht haben sie die Rolle des Monsters ein bisschen zu widerlich dargestellt. Man empfindet wirklich Ekel, wenn man sie betrachtet. Und wie kann man einen Film perfekt finden, wenn man die Hauptrolle richtig abscheulich findet? Ich glaube, dass die reale Mörderin nicht so hässlich und widerlich war wie Charlize in diesem Film. Naja.
Auf jeden Fall ein sehenswerter Film, wenn man Charlize nur eine Tüte über den Kopf stülpen könnte.
Euer Don


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