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Monster (2003)

Eine Kritik von art (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 22.03.2005, seitdem 746 Mal gelesen


Ein wirklich erstklassiger Film. Schlüssig vom Anfang bis zum Ende – psychologisch die Täterin erklärend aber nicht in geringster Weise ein moralischer Freispruch. Super gespielt. Super Handlung. Eine ganz neuartige Erzählperspektive die auch ziemlich komplett wirkt. Hier gibt es keine Beschönigung und ein ganz klares Bild von der Täterin. Dazu kommt der sorgfältige Aufbau des Films. Jede Szene baut auf der nächsten auf, die Kulisse wirkt zudem sehr realistisch.
Ja und das beste: Es beruht auf einer wahren Geschichte. Also ich war wirklich begeistert. Hier hat eine Schauspielerin endlich mal zu Recht einen Oscar für eine ganz, ganz erstklassige Leistung gekriegt. Im Prinzip geht es um die Straßennutte Aileen, die natürllich auch Alkoholikerin ist. Sie lernt ein braves, lesbisches Mädchen kennen, das zu Verwandten abgeschoben wurde. Die beiden freunden sich an und die Straßennutte beschließt ihre Liebe gefunden zu haben und will künftig für die Kleine sorgen. Kurzzeitig will sie sogar ihren Lebenswandel aufgeben und ein ehrlicher Mensch werden aber – das funktioniert nicht leicht - und das fand ich auch sehr gut: Das Mauerblümchen ist sehr egoistisch und drängt sie wieder Anschaffen zu gehen. Weil Aileen das nicht mehr will beginnt sie ihre Freier zu töten. Wie das geht hat sie gelernt, als einer sie töten wollte und sie schon mit Benzin übergossen großes Glück hatte ihn zu erschiessen. Später hat sie dann fast wahllos gemordet. Auch das ist schön gezeigt, wie sie einfach weitermacht und eigentlich gar nicht weiter will. Schön ist auch, dass gezeigt wird, dass anfangs die Opfer noch ausgewählt wurden aber später gar nicht mehr schlecht sein mussten. Das ist ohnehin mein großes Lob an den Film, dass hier zwar aus der Sicht der Mörderin erzählt wird aber nicht in geringster Weise ihr Handeln entschuldigt wird oder die Morde verharmlost werden.
Neben den tragischen Fällen ist streckenweise auch ganz guter Witz dabei, wenn Männer beim Straßenstrich gezeigt werden und fragen ob die Nutte schon feucht ist oder seltsame Perversionen offenbaren. Mit der Waffe in der Hand kann Aileen denen dann auch teilweise sagen was sie von ihnen denkt – das mag sicherlich auch befreiend gewesen sein. Gut ist auch, dass selbst die schlimmste Mörderin noch einen Freund hat, der ihr selbst im schlimmsten Moment noch helfen will. Wie gesagt der Film ist durch und durch schlüssig, sehr gut gespielt und sehr spannend, denn das die Mörderin auffliegt ergibt sich irgendwann aus reiner Notwendigkeit aber wann bleibt spannend. Und natürlich ist es extrem überraschend, dass Charlize Theron in Wirklichkeit ganz anders aussieht.


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