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Monster (2003)

Eine Kritik von Lonelybear (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 03.01.2004, seitdem 1150 Mal gelesen


Monster gibt es diesem Film keine, oder doch?

Dieser Film basiert auf dem Leben der "ersten" weiblichen Serien-Killerin Aileen Wuornos. Das Herz des Films ist eine Liebsgeschichte zwischen der lebensmüden Strassenprostituierten Ailleen (am Anfang noch keine Mörderin) und der jungen Lesbe Selby die sich zufällig in einer Bar treffen. Zum ersten mal in ihrem Leben glaubt die obdachlose und runtergekommene Aileen jemanden gefunden zu haben der zu Ihr steht und es ehrlich mit ihr meint. Dabei ist Ihr egal ob es sich dabei um eine Frau handelt. Schnell entwickelt sich zwischen den Frauen eine intensivie Liebe die geprägt ist von starker Abhängigkeit. Als Aileen im Wald von einem Kunden verprügelt, gefesselt und grausam vergewaltigt wird tötet sie diesen aus Notwehr. Ohne es Selby zu erzählen überredet sie diese mit Ihr fortzugehen. Doch ohne Geld und nach dem gescheiterten Versuch einen normalen Job zu finden muss Ailleen auch wegen der ständigen Forderungen von Selby zurück auf den Strich. Doch in Ihr ist etwas zerbrochen, sie kann es einfach nicht mehr. Ihr über Jahre angestauter Hass auf die Freier und ihre Brutalitäten bricht aus Ihr heraus und einer nach dem anderen muss dafür mit dem Leben bezahlen. Langsam aber sicher gerät alles aus den Fugen...

Die schauspielrischen Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen sind derart überwältigend das einem in Ihrem Spiel oftmals der Atem stockt. Vor allem Charlize Theron leistet unvorstellbares, mit jeder Faser Ihres Körpers verkörpert sie das "Monster", jede Ihrer Emotionen packt den Zuschauer genau da wo er ihn packen soll.

Ihrer Leistung und der ruhigen Inszenierung ist es zu verdanken das man Sie versteht; ihre Ängste und Sehnsüchte und Ihr unbändiger Glaube an die Liebe gehen auch dem Zuschauer ans Herz. Das man sich aber jeden Augenblick bewusst ist dass die beiden Frauen keine Zukunft haben, das am Ende die Morde herauskommen und Aileen für Ihre Taten unglaublich hart bestraft werden wird, verleiht dem Film eine schmerzhafte Bitterkeit.

Durch die Darstellung des "Monsters" Aileen als gepeinigten, liebeshungrigen und zutiefst menschlichen "Menschen" wird der Film nicht nur zum Kritiker an einer ungerechten und verlogenen Gesellschaft, sondern auch zum starken Plädoyer gegen die Todesstrafe. Aileen Wuornos wurde Ende 2002 nach 12 Jahren Todeszelle wegen Mordes an 7 Männern hingerichtet. Zum Heulen.


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