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Monster (2003)

Eine Kritik von cheministry (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 18.05.2004, seitdem 591 Mal gelesen


Respekt vor Charlize Theron. Zum einen wäre der Film ohne sie nur solider Durchschnitt und ausserdem beweisst sie beweisst sie Mut zur Hässlichkeit. Ohne jede verklärende Schönheit spielt sie ihre Rolle konsequent. Und das sowohl äusserlich als auch innerlich. In gut und böse lässt sie sich einordnen; eine Existenz am Rande des Abgrunds. Genauso schwer ist es wohl, ihr Sympathie entgegen zu bringen. Ein gewisses Verständnis ergibt sich ob ihrer Vorgeschichte schon. Was aber keinesfalls das Verhalten rechtfertigt. Der Film ist kein leichter Stoff.

Es geht um die Prostituierte Aileen; in einer Bar lernt sie die jüngere Selby kennen. Durch sie gewinnt sie neuen Mut und will aus dem Geschäft aussteigen. Doch so leicht ist das nicht, denn um zu überleben bleibt ihr keine andere Wahl. Da sie selber in ihrer Jugend öfters vergewaltigt wurde, sieht sie in den meisten Männern allgemein ein verachtenswertes Objekt. Als sie von einem der Freier wieder misshandelt wird, schiesst sie ihn nieder. Während die Polizei ohne Hinweise dasteht und Silby zunächst nichts davon merkt, fährt Aileen auf dieser Schiene weiter. Doch sehr lange geht das nicht mehr gut und nicht nur Silby beginnt, sich von ihr zu entfernen. Auch die Polizei kommt ihr langsam auf die Spur.

Aileen ist eine Träumerin. So zeigen schon die kurzen Rückblenden am Anfang des Films, dass sie sich in Konfliktsituationen in ihre eigene Welt zurückzieht. Dass sie als Mädchen von ihrem Onkel vergewaltigt wurde, erfährt der Zuschauer erst später. Charlize Theron erhielt für ihre Darstellung der tragischen Figur, deren Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, einen Oscar. Und sie spielt wirklich eindringlich und unberechenbar. Selby, gut gespielt von Christina Ricci, ist dann die Person, die wieder etwas Ordnung in Aileens Leben zu bringen versucht. Da die beiden mehr als Freundschaft verbindet, ziehen sie in ein Motel; wobei Selby sich dort zusehends eingesperrter fühlt und unter der Einsamkeit leidet, während Aileen auf den Strich geht.
Die Morde bleiben natürlich nicht unentdeckt und so gleicht das neue, geminsame Leben eher einer Flucht als der Sicherheit, die sich gewünscht hatten. Denn selbst als Aileen (gegen Ende) von einem Mann mitgenommen wird, der ihr ein zu hause bieten will, siegt ihre Verzweiflung und treibt sie weiter in den Abgrund.

Fazit:
Eindringlich geschildertes Drama, in dem Ms. Theron eine glaubwürdige und toll gespielte Performance abliefert. Die Inszenierung ist solide und ohne grosse Umwege; in ihrer Einfachheit aber passend.


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