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Rosemaries Baby (1968)
Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 13.01.2006, seitdem 562 Mal gelesen
Ein schöner Horrorfilm.
Fast 40 Jahre ist dieser Film jetzt schon alt, 1967 wurde er von Roman Polanski nach einem Roman verfilmt. Vor allem muss ich sagen, dass es sich hier um eine deutliche Verbesserung nach oben handelt, wenn man den zwei Jahre zuvor gedrehten „Repulsion“ (Ekel) betrachtet, zudem ich auch ein Review geschrieben habe. Ekel hat von mir 6 Punkte bekommen, allerdings eher mit Tendenz nach unten, dieser Film erhält von mir 8 Punkte, mit Tendenz nach oben.
Rosemary und Guy sind ein glückliches Paar. Da sie vorhaben eine Familie zu gründen, ziehen sie in ein größeres Apartment, obwohl dieses nicht gerade einen guten Ruf besitzt. Dubiose Rituale sollen hier stattgefunden haben. Neben ihnen wohnt ein altes Ehepaar, dass sich schnell schon zu sehr um die beiden kümmert. Anfangs wird vor allem der Mann Guy angesprochen, später erst kümmert man sich rührend um Rosemary, als diese schon schwanger ist. Wieso ist das so? Als Rosemary schwanger ist, geschehen merkwürdige Dinge: Guy erhält plötzlich eine Hauptrolle (er arbeitet als Schauspieler), weil sein Konkurrent erblindet ist, sie hat unbeschreibliche Schmerzen, wird angehalten, einen seltsamen Vitamintrunk zu schlucken. Bald beginnt sie Böses zu ahnen, doch hat mittlerweile weniger Freunde als sie ahnt...
Die Story des Films ist wirklich stark und auch gut umgesetzt. Bis zum Schluss weiß man nicht genau, ob sich Rosemary das alles nur einbildet, oder ob es die Wirklichkeit ist, dass sie Satanisten zum Opfer fällt. Roman Polanski kann die Story so gekonnt geheimnisvoll in Szene setzen, dass man sich durchweg nach mehr Informationen sehnt, man will unbedingt erfahren, was es mit dem älteren Ehepaar auf sich hat.
Die schauspielerischen Leistungen sind absolut überzeugend. Hervor sticht aber John Cassavetes, der seine Rolle als zwiespältiger Ehemann ganz stark spielt. Er hat seinen ganz eigenen Humor und es verwundert mich, dass er wenige bis keine große Rollen in großen Filmen gespielt hat. Natürlich ist auch Mia Farrow als Rosemary nicht zu unterschätzen, allerdings finde ich sie mit kurzen Haaren widerlich. Das finden ja auch die meisten Akteure im Film ;-) Aber für die Rolle musste das wohl leider sein.
Die Stimmung des Films ist recht düster gehalten, die meiste Zeit verbringt der Film im Apartment der Woodhouses. Selten verlässt Rosemary diese Behausung und kommt somit auch selten an’s Tageslicht. Höchstens mal zum Doktor, wobei man bei dem auch nicht so recht weiß, was man von ihm halten soll, weil er seiner Patientin empfiehlt, keine Bücher zu lesen, sondern nur auf ihn zu hören.
Das Einzige, was ich kritisieren kann, denn spannend ist der Film auch zweifellos, ist die Schnitttechnik. Wir schauten uns eine DVD an, die leider ab und zu einen Sprung hatte und daher auch im Film umhersprang. Der Schnitt war teilweise so abrupt und schlecht, dass wir nicht wussten, ob es an der DVD lag, oder ob es einfach wieder ein schlechter Schnitt war. Meistens handelte es sich dann um die zweite Variante.
Fazit: Ein starker alter Horrorfilm von Roman Polanski mit enttäuschenden Schnitten. TROTZDEM EIN MUSS FÜR FILMFANS. Aber „nur“ 8 Punkte, weil dem Film irgendetwas fehlt, dass ich noch nicht in Worte fassen kann...Euer
Don
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