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Ansicht eines Reviews
Rosemaries Baby (1968)
Eine Kritik von Repoman (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 11.09.2007, seitdem 493 Mal gelesen
Roman Polanskis Verfilmung von Ira Levins gleichnamigen
Bestseller ist nicht nur ein Klassiker des modernen Horrorfilms,
sondern auch unumstritten ein Meilenstein der Filmgeschichte.
Die Faszination dieses Films liegt vor allem an der ungewöhnlich
distanzierten und subtilen Inszenierung, was für einen Horrorfilm
mit einer so trivialen wie auch schaurigen Thematik ziemlich
bemerkenswert ist.
Das Grauen, das man als Beobachter während des Films
wahrnimmt, wird fast nie mittels expliziter Szenen bzw. mit Hilfe
von Spezialeffekten dargestellt, vielmehr erahnt man das Grauen
unterschwellig durch die eigentümliche Stimmung und die bedrückende Atmosphäre.
Rosemary´s Baby ist dadurch auch ein exzellentes Beispiel
dafür, das der Schrecken mittels subtilerer Darstellung
sogar noch mehr Wirkung zeigt, als graphische Gewaltszenen
und blutige Spezialeffekte.
Was den Film natürlich auch noch bemerkenswert macht, sind
die durchwegs brillanten Darsteller, vor allem Mia Farrow, die
eine ausgesprochen glaubwürdige und reale schauspielerische
Leistung als naives und unschuldiges Opfer gibt.
John Cassavettes, eher bekannt als Regisseur und Begründer
des amerikanischen Independentkinos ist als Rosemarys
Ehemann auch sehr überzeugend.
Insgesamt ein unkonventioneller, aber umso beeindruckender
Klassiker, unterlegt mit ruhiger, stimmungsvoller Musik, der
durch kontinuierlichen Spannungsaufbau, interessanten
Darstellern und einem grossartigen Finale besticht.
Rosemary´s Baby ist vielleicht Roman Polanskis gelungenster
Film, den ich nicht nur Genrefans weiterempfehlen kann, und
dem ich guten Gewissens die Höchstwertung gebe.
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