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High Fidelity (2000)

Eine Kritik von cheministry (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 06.02.2004, seitdem 325 Mal gelesen


Inhalt:
Rob besitzt einen Plattenladen, sein Leben dreht sich um Musik und mit seinen beiden Mitarbeiter-Freaks stellt er öfters mal Top 5 Listen auf. Z.B. auch von seinen früheren Beziehungen und es stellt sich die Frage: Was ist da passiert? Warum ist es so gelaufen? Also macht er sich daran, seine alten Flammen zu kontaktieren und das herauszufinden. Währenddessen versucht er verzweifelt, seine gerade mit Laura in die Brüche gegangene Beziehung zu retten...

Präsentiert wird uns also eine Beziehungskomödie, womit mal wieder ein Genre bedient wird, das weder unter Entzugserscheinungen leidet, noch viele gute Vertreter zu bieten hat. Originell allerdings ist die Verpackung, die um das Thema gebastelt wurde; 'wie' die Geschichte erzählt wird - das macht den Reiz dieses Filmes aus.
Die vielen Rückblenden sind unterhaltsam und abwechslungsreich, stets kommentiert von Rob als Monolog, der sich direkt an die Zuseher wendet. Die Top 5 Listen sind auch eine witzige Idee und ziehen sich durch den gesamten Film. Auch wenn mein Geschmack (zumindest musikalisch) keine Beachtung findet, ist es einfach spassig, sich die Dialoge anzuhören.
John Cusack und Jack Black stellen wohl die schauspielerischen Highlights in dem Film dar. Die beiden haben einfach Ausstrahlung. Auch Tim Robbins gibt's zu sehen, Johns Schwester Joan Cusack und es war wohl Catherine Zeta-Jones' letzter Film, in dem sie gut aussah!
Und dann wäre da noch Iben Hjejle als Laura. Und da liegt mein Problem mit dem Film. Ihr Charakter ist mir einfach von Anfang bis Ende sowas von unsympatisch, dass es mir auch etwas das Ende verhagelt hat. Es war ja zu erwarten, dass es zumindest ein quasi-Happy-End geben wird (sonst geht ja keiner ins Kino), aber das war dann einfach eine Nummer zu viel. Und das schiebe ich jetzt mal ausschliesslich auf Laura und ihr Verhalten.
Schade, denn bis dahin ist der Film grossartig mit vielen witzigen Dialogen und Analysen gespickt. Die Charaktere sind mit ihren Macken gut in die Geschichte eingearbeitet, die Story selber legt ein gutes Tempo vor und manchmal jubelt man auch innerlich mit. Mir u.a. passiert bei der Szene im Plattenladen, in der sich Rob in Gedanken ausmalt, was er mit Ian (oder Ray?) gerne alles anstellen würde. Kann ich nachvollziehen. Mehrere solcher Szenen sind über die gsamte Laufzeit verstreut und tragen dazu bei, den Film zumindest für den Zuschauer, der sich vielleicht wiederfindet, authentischer zu machen. 8/10


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