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Horror-Party, Die (1986)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 14.01.2005, seitdem 604 Mal gelesen
„Halloween“ trat 1978 eine Welle ins Rollen, die zwar zur Entstehungszeit von „Die Horror-Party“ (im Original treffender: „April Fool’s Day“) abgeebbt war, doch das hielt niemanden davon ab auch dieses dürftige Schlitzerfilmchen auf den Markt zu werfen.
Es sind Ferien und eine Horde von vor Hormonen nur so strotzender Teens will gemeinsam ein paar schöne Tage verbringen. Ziel ist eine kleine Insel, die ihrer reichen Freundin Muffy St. John (Deborah Foreman) gehört. Dabei hüpft dann in den ersten Minuten schon direkt die absolute Klischeebande durch die Gegend vom zarten Mauerblümchen über den dreisten Spaßvogel bis hin zum Möchtegernyuppie. Bei dieser unoriginellen Konstellation schwankt das Stimmungsbarometer dann schon mal schwer nach unten.
Aber die Drehbuchautoren lassen sich noch mehr Flachsinn einfallen, um den Zuschauer zu quälen: Da man ja Feiertage wie Halloween oder Valentinstag verwurstet hatte, musste hier der erste April als Szenariogeber herhalten. Also verarscht sich das Jungvolk mit Schenkelklopfern, für die sich vermutlich sogar Fips Asmussen zuschade wäre. Diverse Streiche (Messerszene) sind zudem so offensichtlich, dass es wehtut.
Durch einen Unfall muss die Horde auf der Insel bleiben, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch und man feiert ausgiebig. Erst Fundstücke in den einzelnen Zimmern, die sich auf die eigene Vergangenheit beziehen, trüben den Spaß und dann verschwindet auch noch der erste…
Im Kielwasser von „Halloween“ schwimmen so viele Filme, wobei nur „Nightmare on Elm Street“ etwas eigenes versuchte, und von den direkten Abklatschen ist in meinen Augen nur „Ab in die Ewigkeit“ wirklich gut. „Die Horror-Party“ hingegen gehört zu den weitestgehend langweiligen Vertretern des Slasherfilms, was bei der total dämlichen Horde anfängt. Die Klischeecharaktere und ihre dummen Witze nerven bis auf ein paar (sehr wenige) gelungene Gags, die Pimperszenen sind so dämlich, dass man fast schon an eine Parodie glauben möchte, und zu allem Überfluss verbaseln diese Horde von Vollspacken auch noch die erste halbe Stunde des Films (bei gerade mal 85 Minuten Laufzeit), ehe es mit den Fundstücken im Zimmer etwas unheimlicher wird.
Zudem scheint das Rezept gewesen zu sein, erst einen komplett vorhersehbaren Film zu drehen und dann eine originelle Schlusspointe dranzuhängen. Denn schon der Vorspann zeigt eigentlich alles, was man zur Täteridentifizierung braucht, auf der Insel wird man dann noch mit dem Holzhammer drauf gestoßen, wobei man noch nicht mal besonders aufmerksam sein muss. Die Auflösung ist dann etwas origineller, aber man ahnt sie auch schon irgendwie bei der so offensichtlichen Täterbestimmung.
Immerhin bietet die Insel einen stimmungsvollen Schauplatz und auch die Inszenierung ist halbwegs OK, aber im Spannungsaufbau harkt es. Die Mordszenen sind alle kurz, wenig spannend gemacht und passieren aus dramaturgischen Gründen im Off, was weder den Freund von Spannung noch den Fan von Goreeffekten freut. Stattdessen schleppt sich der Film auch in den Szenen, die sonst die Höhepunkte eines Slashers sind, genauso zäh dahin wie in allen anderen Punkten. Warum das Teil ab 18 ist, ist auch komplett unverständlich (selbst für das Entstehungsjahr ist der Film komplett harmlos).
Die Darsteller sind mal wieder allesamt mäßig bis schlecht, aber das ist man ja vom Teeniehorror der 80er Jahre gewohnt. Am besten kommt hier sicherlich noch Thomas F. Wilson weg, den man als Biff aus „Zurück in die Zukunft“ kennt, aber seine Performance ist zu überzogen und durchgeknallt, um wirklich gut zu sein.
So bleibt ein spannungsarmer Slasherfilm, wenn auch halbwegs sauber inszeniert. Ich vergebe ganz knappe 4 Punkte und die in erster Linie wegen der originellen Schlusspointe, denn ohne die wäre der Film weitaus grottiger.
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