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Horror-Party, Die (1986)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 11.12.2008, seitdem 331 Mal gelesen


Wir schreiben das Jahr 1986. Der „Freitag der 13.“ hatte uns zu diesem Zeitpunkt schon fünfmal heimgesucht und auch sonst waren Slasher Filme noch hoch im Kurs (jedenfalls bei den Fans). Genügend Gründe für Paramount und Mancuso Jr. den Film „Die Horror Party“ zu produzieren.

Eine bunt gewürfelte Freundeskonstellation macht sich per Fähre auf ihre gemeinsame Freundin Muffy am 1. April zu besuchen und zu feiern. Aber schon auf der Fähre wird die Stimmung durch einen schief gelaufenen Aprilscherz getrübt. Alles entwickelt sich noch schlimmer, als der erste Partygast verschwindet und am nächsten Tag seine Leiche entdeckt wird. Das Grauen nimmt seinen Lauf.

Ja, ja – schon damals gingen den Leuten die besonderen Tage aus. Nachdem schon zu Halloween, Freitag dem 13. und dem Valentinstag gemordet werden durfte, muss hier der 1. April als Szenariogeber herhalten. Auch wenn die Story klassisch klingt, aufgrund des Endes ist der Film alles andere als klassisch.

Eigentlich greift der Film alle von Fans so geliebten Formeln auf, inklusive einer wirklich guten Produktion und brauchbaren Schauspielern wie Amy Steel („Freitag der 13. Teil 2“) oder Thomas F. Wilson („Zurück in die Zukunft I-III“). Und auch wenn den Charakteren derselbe Dünnpfiff im Kopf rumschwirrt, wie heutzutage, kommen ihre Aktionen weitaus glaubwürdiger daher und machen den Film schon aus diesem Grund erträglicher.

Leider hat der Film aber ein großes Problem. Er funktioniert nur beim ersten Mal! So darf beim Jungfernflug fleißig der Mörder geraten werden und hier und da kommt Spannung auf, nur über die seeehhhr zahmen Morde wundert man sich. Ist die Chose allerdings durch ist alles klar. Für den Großteil der Leute dürfte das Ende wirklich überraschend kommen, nur leider fühlt man sich danach ziemlich verarscht.

Die Indizierung des Films ist übrigens ein absoluter Witz und ich bezweifele, dass die Prüfer den Film überhaupt bis zum Ende gesehen haben. Für Gorehounds gibt es also nix zu sehen.

Fazit: Von der Atmosphäre und Produktion her ein schönes Beispiel wie ein Slasher auszusehen hat. Die originelle Auflösung und die daraus entstehende Blutarmut verärgern den Fan leider.


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