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Blob, Schrecken ohne Namen (1958)

Eine Kritik von kruchtenkaiser (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 28.01.2006, seitdem 561 Mal gelesen


„Steve McQueen vs. eine gallertartige, rote Masse, die immer größer wird“… Dieser Titel würde auch in heutigen Zeiten nicht sonderlich publikumswirksam sein, in den späten 50ern jedoch erst recht nicht. Da aber wohl auch „The Blob“ nicht den Ansprüchen für den deutschen Markt genügte, entschied man sich dazu, diesen Film unter dem Titel „Angriff aus dem Weltall“ in die deutschen Lichtspielhäuser zu bringen. Dies Germanisierung des Titels strotzte nur so vor Originalität… genauso wie der Film selbst…

Zwei Teenager beobachten nachts, wie scheinbar ein Meteor auf der Erde aufschlägt. Kurz entschlossen machen sie sich auf den Weg zur Einschlagsstelle, doch auf dem Weg dorthin läuft ihnen ein alter Mann über den Weg, an dessen Hand sich eine gallertartige Masse befindet. Diese Masse – der „Blob“ – frisst langsam aber sich den alten Mann auf und schreckt auch nicht vor weiteren Opfern zurück. Eine ganze Stadt ist in Gefahr…

Ende der 50er Jahre mag dieser Film noch ein Reißer gewesen sein, aber aus heutiger Sicht wirkt „The Blob“ einfach nur noch urkomisch. Es ist in der Tat so, als ob man Wackelpudding beim Wachsen zusieht und die hysterischen Reaktionen der Bevölkerung auf die glibbrige Bedrohung aus dem All passen zwar in das Bild, das man heutzutage von den Filmen dieser Dekade hat, wirken aber zugleich irgendwie peinlich amüsant. Steve McQueen als der ruhende Pol in dieser Hysterie macht seine Sache zwar ganz passabel, aber an seine späteren Glanzleistungen, wie zum Beispiel in Bullit oder Getaway kommt er in diesem Fall nicht heran. Vielleicht liegt diese Einschätzung auch einfach nur daran, dass wir mit dem „Schrecken ohne Namen“ einen klassischen Vertreter des B-Sci-Fi-Filmes vorliegen haben, der qualitativ eher in den unteren Regionen der Bewertungsskalen rangiert und deshalb schon von vornherein Lobeshymnen ausgeschlossen werden (müssen/sollen/können).

Und obgleich „The Blob“ sicherlich kein Meisterwerk ist, eines steht fest: glänzende Unterhaltung bekommt man dennoch geboten. Zwar verbreitet dieser Film nicht mehr den Schrecken, den er seinerzeit verursacht hatte, aber Filme, die den Zuschauer zum Schmunzeln und zeitweiligen Schenkelklopfen bringen, kann man nicht oft genug sehen.

Freunde des gepflegten B-Science-Fiction-Filmes werden sich bei „The Blob“ bestens amüsieren können, filmhistorisch Interessierte kommen ebenfalls nicht um diesen Streifen herum. Für alle anderen sei gesagt: der „Angriff aus dem Weltall“ ist kein Partyfilm im eigentlichen Sinne, aber in geselliger Runde bei ein paar Bier immer noch besser anzuschauen als so manch anderer Müll, der einem so um die Ohren gehauen wird… Achja… und allein für die Ohrwurm-Titelmusik gibt’s von mir einen Bonuspunkt, sodass wir auf 7 von 10 Himbeer-Wackelpuddingen kommen… Und jetzt singt alle mit: „Beware of the Blob, lala lala lalalalalala lala lala lala…“


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