Eine Kritik von deadlyfriend eingetragen am 20.09.2009, seitdem 266 Mal gelesen
Ein Meteorit knallt etwas außerhalb einer amerikanischen Kleinstadt vom Himmel. Der erste der den Einschlag untersucht, hat schon bald eine seltsame Masse um seine Hand geschlungen. Diese Masse wird größer und größer und fordert nach kurzer Zeit immer mehr Opfer.
Im Jahre 1958 erschuf Irvin S. Yeaworth jr. den wohl berühmtesten Wackelpudding der Welt. Der Blob war absolute Low Budget Sci-fi Kost, die von den Kritikern komplett verspeist bzw. verrissen wurde. Trotzdem fand der Film recht schnell zu seinen Fans und hat heute noch Kultstatus. Natürlich nicht zuletzt durch die erste Hauptrolle von Steve McQueen, der wenige Jahre später zum Superstar avancierte. Allerdings war die Wahl nicht gerade perfekt. Schauspielerisch war er natürlich absolut klasse, aber mit seinen 28 Lenzen ging er nicht mehr als Teenager durch, den er aber hier verkörpern mußte. Machte aber nichts, denn die Götterspeise die Menschen verschlingt, war jetzt auch nicht gerade passend gewählt um richtigen Grusel zu entfachen. Trotzdem ist man als Zuschauer amüsiert, denn der Film macht Laune. Wenn sich der Blob durch allemöglichen Schlitze durchglibbert, hat man schon ein Schmunzeln auf den Lippen. Zudem merkt man trotzdem schnell das der Schleimbeutel eine immense Gefahr darstellt, da jeder der damit Kontakt hat, auch zum letzten mal auf der Leinwand zu sehen ist.
Wie in vielen Alien Invasionen in dieser Zeit gibt es auch hier wieder den Hinweis auf die McCarthy Ära. Eine rote Masse die durch die Stadt zieht und Menschen in sich aufsaugt, läßt zumindest keinen anderen Schluß zu. Was haben wir diesem Mann doch für schöne Leinwandstunden zu verdanken.
Mit solchen Zutaten ist der Blob natürlich für alle Filmliebhaber geeignet, die sich gerne mit den Monstern und Aliens der 50er Jahre beschäftigen. Andere sollten eher davon Abstand nehmen.
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