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Lost in Translation (2003)

Eine Kritik von Justact (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 13.09.2008, seitdem 277 Mal gelesen


Lost in Translation

Gesehene Version: DVD
Mit Bill Murray und Scarlett Johanson
Regie: Sofia Copolla 

Bob Harris ist ein international gefeierter Hollywood Star. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Sein Agent hat ihn einen Job in Tokio vermittelt. Er soll dort Werbung für einen Whisky machen.
Charlotte ist jung, gerade verheiratet und macht ein Studium in Philosophie. Zur Zeit hält sie sich in Tokio wegen ihres Mannes auf, der leider keine Zeit für sie hat. Zum Zeitvertreib lernt sie japanisch. Eines abends treffen sich die beiden an der Bar. Kennen sie die berühmteste Kreuzung Tokios Shibuya - ku ?Zwei Amerikaner, unterschiedlichen Alters treffen sich zufällig in einer fremden 8-Millionen Einwohner Stadt. Dies wird in vielen kleinen Szenen, die nicht zur Hauptstory gehören schön unterlegt. Als für Bob die erste Nacht endet, die Sonne Tokio bereits erhellt öffnet sich die Jalousie des Hotelzimmers automatisch. Gezwungen und mießepetrig steigt er unter die Dusche. Allerdings muss er zuerst einmal die Höhe verstellen. Nur schade, dass die haltende Stange nicht lang genug ist. So muss sich Bob leicht geduckt unter den Duschkopf stellen. Eine kleine amüsante Szene, die den Film auflockert und so langsam die Kulturen erschließt, so wie sich die Beziehung der zwei einsamen völlig verschiedenen lebenden Personen dem Zuschauer langsam aber sicher erschließt. Hier hat es Sofia Copolla geschafft einen sehr emotional starken Film zu drehen, der alle Facetten einer Melodramatischen Komödie entspricht. Die zeitweilige Beziehung eines älteren Mannes zu einer jüngeren Frau auf platonischer Ebene gelingt hervorragend. Genau so schafft es der Film wunderbar Tokio einzufangen und gibt dem Film somit die nötige Tiefe. Dies zeigt unter anderem ein nächtlicher Streifzug der beiden mit einheinmischen. Er beginnt in einer Nacktbar und endet im Penthouse mit eben einer Shibuya - Session. Die Dialoge sind passend und realistisch. Die Musik unterstützt die einzelnen Szenen ohne aufdringlich sein zu wollen. Rundum gelingt es Sofia Copolla den Film eine gesamt Atmosphäre zu geben. Und noch größer ist die Leistung, dass der Film diese Atmosphäre nicht verliert und schließlich mutig endet.Hie ist Sofia auf dem Weg ihres Vaters, Bill Murray in seiner besten best-ager-Rolle und Scarlett Johannson in Ihrer besten Rolle!


Shibuya-ku ist die meist gefilmte Kreuzung in Tokio. Es ist als ob sich diese beiden völlig verschieden lebenden Menschen zufällig auf dieser Kreuzung begegnen würden, fasziniert und verwirrt zugleich von den Menschenmassen die gleichzeitig diese Kreuzung überqueren, und kurz stehen bleiben. Sie schauen sich intensiv in die Augen und für einen kurzen Moment bleibt die Welt stehen. Dann gehen sie weiter und haben ihr Ziel erreicht, die Straße zu überqueren. 

Fazit:Ein Film zum denken, zum bewusst anschauen.


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