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Jurassic Park III (2001)
Eine Kritik von Der Mann mit dem Plan (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 19.04.2002, seitdem 617 Mal gelesen
Eine vollkommen objektive Kritik wird mir zu "Jurassic Park III" wird mir nicht gelingen. Fand ich den ersten Teil tricktechnisch brillant, den zweiten Teil extrem abstrus, hatte ich nun kaum noch hohe Erwartungen bezüglich des dritten Teils. Und doch fand ich mich im Kino wieder - und wurde bestens unterhalten.
Sicher ist "JP3" kein wirklich guter Film. Es sind diese typischen Merkmale für einen Actionfilm ohne besonderen Anspruch, die mich unter normalen Bedingungen gestört hätten. Die wenig ausgearbeiteten Figuren, die kaum nachvollziehbare Handlung oder die teilweise haarsträubend unlogischen oder vorhersehbaren Actionszenen machten mir diesmal aber nichts aus. Warum? Weil zum ersten Mal nicht händeringend versucht wurde, einen anspruchsvollen Dinohorror mit fetziger Action zu verbinden. Regisseur Johnson setzte vollkommen auf Mainstream-Action zum Popcorn-Futtern. Ohne lange Storyhinterfragungen oder Versuche den Charakteren Vorgeschichten und Profile zu geben (also die Spielberg-typische Arbeitsweise, die ich nicht mag), prasseln Unmengen von guten, teilweise sehr einfallsreichen und witzigen Actionszenen auf uns hinein.
Es mag daran liegen, dass hier nicht mehr das oben erwähnte Spielberg-Konzept angewandt wurde, das ich den Film so mag. Leser, die zum Beispiel meine Review zu "Schindlers Liste" kennen, wissen, dass ich überhaupt nichts von seiner versöhnlichen "Bei-meinen-Filmen-ist-für-jeden-etwas-drin"-Einstellung halte. Und genau diese war stilbildend für die ersten beiden Teile. Welch ein Glück für uns, dass Spielberg das Set nur rudimentär besuchte.
Für einen actionreichen Abend wirklich klasse, aber kein Film für die Ewigkeit. Eben "nur" Entertainment.
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