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Jurassic Park III (2001)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 06.12.2007, seitdem 278 Mal gelesen


Schon das Sequel zu "Jurassic Park" namens "Vergessene Welt" war nicht gerade würdig, punktete aber mit gigantischen Einspielergebnissen. Daher musste man die Trilogie mit einem enttäuschenden Abschluss vollmachen. Steven Spielberg zog sich von diesem Projekt ganz zurück und man wählte "Jumanji" Regisseur Joe Johnston. Aber auch Dieser kommt nicht gegen das schwachsinnige Drehbuch von Peter Buchman. In "Eragon" verzapfte Buchman abermals nur Kacke. Immerhin nahm Johnston´s Ruf kaum Schaden, "Hidalgo" welcher zwei Jahre später entstand, war gar nicht mal übel. "Jurassic Park III" kassierte ordentlich ab, jedoch zogen die meisten Zuschauer, inklusive mir damals, enttäuscht von dannen. Ein weiteres, absolut typisches Beispiel, der puren Geldgier.

Dr. Alan Grant (Sam Neill) ist immer noch mit Ausgrabungen rund um Dinosaurier beschäftigt. Aber die Gelder werden langsam knapp und somit kommt ihm der Auftrag des Pärchens Kirby (William H. Macy, Tea Leoni) gerade recht. Sie wollen über die Insel Sornar im Tiefflug fliegen, um ein paar Saurier zu sehen. Leider ahnt Alan nicht, dass sie auf der Insel landen wollen, um nach ihrem dort verschollenen Sohn Eric (Trevor Morgan) zu suchen. Kurz nach der Landung erfolgt schon die erste Dinoattacke und man steht ohne Flugzeug da. Die kleine Gruppe, samt Soldaten, wird langsam dezimiert, immerhin findet man Eric. Aber das Schlimmste steht der Kleingruppe noch bevor, nämlich die Insel lebend zu verlassen.

Mit einem Nichts an Story, verkommt Teil drei zu einer stumpfen Hetzjagd über die Insel. In nicht mal 90 Minuten Spielzeit bekommt man zwar viele Actionszenen geboten, doch davon sind nur die Dinoanimationen wirklich gut geworden. Johnston hätte diesen Film nicht mehr vorhersehbarer inszenieren können, dazu völlig spannungsfrei. Da kann man mit noch so viel Nebelmaschinen arbeiten und noch so viel Dinos aus dem Hinterhalt kommen lassen, der Zuschauer weiss immer was als Nächstes passiert, wer als Nächstes ins Gras beisst und obendrein auch noch, wer diese Hetzjagd überleben wird. Der Gipfel ist jedoch der kleine Eric, welcher allein acht Wochen auf der Insel überlebte, nun mit Rauchbomben um sich schmeisst, aber nicht mal fähig war seinen Stiefvater vom Fallschirm loszuschneiden. Eric kennt sich natürlich super mit den Dinos aus, rettet sogar Alan das Leben, macht aber später jeden erdenklichen Fehler den man machen kann. Mit den Velociraptoren will man uns wohl verarschen. Die Viecher haben da Dutzende von Eiern liegen und wollen die Gruppe nur wegen zwei Eier nicht töten. Wenn die Viecher so klug sind, wie hier beschrieben, würden sie sich auch nicht durch das Geräusch eines nahenden Hubschraubers erschrecken lassen. Aber der ganze Film ist ein einziger Patzer. Auch warum Alan dem Eierdiebstahl zustimmt, oder sich die Gruppe immer trennen muss, dahinter steht nicht nur ein Fragezeichen.

Weiter geht es mit dieser kitschigen Lovestory, oder sollte ich besser Wiedervereinigung sagen. Da wird im Dschungel gesülzt ohne Ende, ein bisschen gestritten und am Ende liegt man sich heulend in den Armen. Es ist wirklich nur erbärmlich. Dazu verheizt man eine wirklich gute Darstellerrige. Sam Neill gibt wirklich alles, sein Charakter verhält sich zwar etwas fragwürdig, jedoch bringt er den Dr. Alan Grant immer noch so glaubwürdig herüber, wie im Original. William H. Macy und Tea Leoni sind verschenkt und strapazieren die Nerven des Zuschauers den ganzen Film lang. Trevor Morgan kann man in die Tonne kloppen, Michael Jeter ist ganz solide. Laura Dern hat eine Nebenrolle als Ellie Sattler, sie war eine der Hauptfiguren aus dem Erstling. Joe Johnston ist nun mal kein Steven Spielberg. Da kann ein Film kurz sein und ein hohes Tempo besitzen, aber ohne Spannung, glaubwürdige Darsteller, den Ansatz einer Story und Atmosphäre, geht nun mal nichts. Zugegeben, es gibt auch ein paar durchaus gelungene Sequenzen, wie die Hetzjagd im Vogelkäfig, aber diese Szenen bleiben in der Unterhalt. Außerdem legt man gleich den Grundstein, für eine eventulle Fortsetzung. Bis jetzt hat sich Gott sei dank noch nichts getan.

Wirklich mieser dritter Teil um den Dinopark. Die Darsteller werden verschenkt, die Story ist Nonsens, die Wörtchen Spannung und Atmosphäre hat der Film noch nie gehört. Spielberg wusste schon, warum er hiermit nichts zu tun haben wollte. Nur für Komplettisten.


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