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Tanz der Teufel II - Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)

Eine Kritik von holgocop (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 19.03.2007, seitdem 340 Mal gelesen


"Groovy" oder die "Geschichte eines Haushaltswaren-Verkäufers"


Yeah, Bruce Campbell rockt, und zwar gewaltig. Der 2. beste B-Movie-Darsteller ever in seiner wohl besten (und bekanntesten) Rolle. Während "Tanz der Teufel 1" noch ein einfacher Splatter-film war, dürfen sich Fans des Genres hier am wohl berühmtesten Vertreter des Fun-Metzelns erfreuen.

Ein sich sichtlich in seiner Rolle wohlfühlender Campbell will sich hier mit seiner Freundin in einer abgeschiedenen Waldhütte ein nettes Wochenende machen. Doch leider scheint er seit den Vorgängen in pt I an einer Art schwerer Amnesie zu leiden, wie ließe es sich sonst erklähren, dass er mal wieder das berüchtigte Tonband eines Altertums-Proffessors, seines Zeichens Vorbesitzer der Hütte, abspielt. Schließlich müsster er doch wissen, dass er durch die darauf aufgezeichnete Beschwörungsformel das Böse erweckt. Lange Rede kurzer (bis gar kein) Sinn, er erinnert sich nicht, drückt [Play] und die Teufel tanzen wieder.

Aber Ash, so der Name unseres Helden, hat doch ein wenig dazugelernt, so schlachtet er sich nun durch die Reihen der Zombies, Dämonen und was weiß ich sonst noch alles. Auch sein Mädchen muss daran glauben, aber das ist nicht sein größtes Problem, denn ein böser Zwilling hat auch noch Besitz von ihm, naja zumindest von seiner Hand, genommen. Gerade in dieser Szene brilliert Bruce Campbell als Slapstick-Clown allererster Güte.

So richtig blutig, wie in Teil Eins, wirds zwar nie, dafür aber eben umso lustiger. Und damit steht Evil Dead 2 auch an oberster Stelle der drei Teile. Denn weder ist ihm der (Budget!) Dilletantismus des ersten, noch die übertriebene Albernheit des dritten Teils zu eigen. Stattdessen erwartet uns eine Achterbahn-fahrt die Ihresgleichen sucht.

Die Masken sind beeindruckend, und man muss sich nur mal das ebenso grandiose Making-of ansehen (und die anschließende Re-Animator-Persiflage) um zu wissen wieviel Schweiß und Tränen darin stecken (Wortwörtlich).

Natürlich ist Evil Dead II nichts anderes als eine One-Man-Show, aber als diese funktioniert sie prächtig. Und wenn dann noch der finale, und ziemlich aufwändige, Cliffhanger zu "Armee der Finsternis" dem Ganzen ein Ende bereitet, bleibt wohl kein Auge trocken. Und da Sam Raimi seit "Ein einfacher Plan" auch keinen einzigen sehenswerten Film abgeliefert muss man sich ab und zu durch dieses Beispiel wieder vor Augen führen, was der doch mal für ein dufter Kerl war.

Also, sehet sie euch an, ihr Freunde des blutigen Filmes, die Geschichte von Ash, Haushaltswaren !


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