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Tanz der Teufel II - Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
Eine Kritik von Funeralthirst (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 22.12.2008, seitdem 279 Mal gelesen
Nach Sam Raimi's Tanz der Teufel von 1982, musste er sich wohl 1987 gedacht haben, dass es Zeit für eine Fortsetzung wäre. Zugegebenermaßen, Tanz der Teufel, war ein erstklassiger und vorallem irre witziger und blutiger Horrorsplatter, der mit seiner ironisierten Darstellung Kultstatus erlangte, aber allein deshalb ist eigentlich eine Fortsetzung mehr als unnötig und unangebracht, vorallem weil der Stoff rund um das Buch der Toten wenig Raum für Neues bietet. Und ehrlich gesagt. Tanz der Teufel 2 ist in allen Ecken und Enden eine wirklich unnötige Fortsetzung, die oftmals eher wie ein Remake des Originals anmutet.
Abermals fährt Ash mit seiner Freundin in den Wald zu der Blockhütte um abermals das Videoband abzuspielen. Nachdem seine Freundin zum Dämon mutiert und sich diese von ihrem Kopf trennen musste und Ash solangsam wahnsinnig und schizophren wird, versammelt sich eine Expeditionstruppe in der Blockhütte um Stück für Stück zu Dämonen und Zombies zu mutieren. Einzig und allein Ash kann sich am Ende dem Ganzen retten und fliegt in einem Zeitstrudel ins Mittelalter. Wo das endet und welche Folgen dieses allzu amüsante Ende hat, weiss wohl jeder.
Ganz klar, Tanz der Teufel 2 ist eine mehr als sinnlose und vorallem ideenlose Fortsetzung, da sie fast alle Schemata des Vorgängers kopiert. Trotzalledem unterhält Tanz der Teufel 2 mit all seiner übertriebenen Darstellung perfekt, der Film ist einfach bloss ohne Ende abgedreht und inszenatorisch absolut amüsant, vorallem wenn man den weiteren sehenswerten Effekt bewundern kann. Klar, aus heutiger Sicht wirkt das alles sehr sehr belustigend, diese ganzen trashigen und vorallem herrlich abgedrehten Kamerafahrten in Verbindung mit dem overacting der Monster und der kompletten Inszenierung kommt niemals Langeweile auf. Ständig passiert irgendetwas Neues, eine Glanztat die seinen Vorgägner schon zu einem actionreichen, wirren und spannungsgeladenen Film machte. Tanz der Teufel 2 hat die Stärke, all diese Fähigkeiten von seinem Vorgänger noch zu erweitern, sofern man mal von dem unoffensichtlichen Splatter absieht, der meistens im off geschieht und in reichlich ausufernden roten und grünen Blutfontänen endet. Ganz klar, liegt die Stärke von Tanz der Teufel 2, auf seinem abgedrehten und herzlich schwarzen Humor, der in Verbindung mit den Effekten, den Darstellern, den Kamerafahrten, der Dämonen und der ganzen pseudogruseligen Atmosphäre zu unterhalten weiss und stellenweise nur noch zum Schmunzeln einlädt. War Tanz der Teufel schon ein etwas alberner Film, der durch seine ganze Ironie wie eine Parodie auf Horrorgenres anmutete, ist Tanz der Teufel 2 in all seinen Facetten noch übertriebener und man könnte meinen er möchte nicht nur ein ganzes Genre sondern selbst seinen Vorgänger parodieren und auf die Schippe nehmen.
Fazit:
Was am Ende bleibt, ist ein herrlich aufmunternder Film, der sich durchweg nicht ernst nimmt und im Gegensatz zu seinem Vorgänger alles noch mal einen Tick mehr ironisiert darstellt, ohne dabei im plumpen Klamauk zu enden. Sam Raimi offenbart uns mit seiner Fortsetzung, ein herrlich trashiges und höchstamüsantes Stück Horrorkomödie mit absolut genialen Effekten und seinen berüchtigten Kamerafahrten.
7,5/10
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