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Azumi (2003)

Eine Kritik von ddd
eingetragen am 15.01.2004, seitdem 1468 Mal gelesen


"Azumi" beginnt mit einer schönen Kamerafahrt über bewälderte Hügel. Raben fliegen in das Bild. In der nächsten Einstellung sieht man ein Kind, das neben seiner toten Mutter kniet. Ein älterer Mann (Azumi's Meister) kommt mit 3 anderen Kindern und redet dem Kind, das neben seiner Mutter kniet, zu. Eines der anderen 3 Kinder (vermutlich Azumi) hält dem knienden Kind lächelnd die Hand hin. Das kniende Kind ergreift die Hand und die Kinder ziehen mit dem "Master" von dannen.
Nach dieser Szene folgen einige sehr schöne Kameraeinstellungen von den Trainingskämpfen der 10 Assassins. Nachts sieht man noch eine Traumsequenz des "Masters", in der er von einem Priester einen Auftrag erhält. Dieser lautet: 10 Assassins ausbilden, damit Kriegsherren gestoppt werden können und die Bevölkerung in Frieden leben kann.

Dies war im Großen und Ganzen schon die Story. Hört sich nach nichts besonderem an, was Kitamura allerdings daraus macht ist absolut grandios. "Azumi" ist mit seinen 142 Minuten zwar verhältnismäßig lang, wird jedoch zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Kämpfe sind sehr gut inszeniert und machen verdammt viel Spaß beim zusehen. Die Unterhaltungen zwischen den Kämpfen werden auch nicht langweilig, da sie größtenteils wichtig für die Story sind. Falls es mal eine Szene gibt in der Azumi & Co keine Bösewichter abschlachten oder in der sich die Charaktere unterhalten, ist diese verdammt abgedreht. So zum Beispiel das Armdrücken der Sajiki Brüder... auf der einen Seite des Tisches eine Axt (scharfe Seite nach oben), auf der anderen Seite ein Messer (Spitze nach oben)...
Hier und da gibt es auch einige CGI Effekte, allerdings kommen sie nicht störend häufig vor, sondern genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Blutgehalt in "Azumi" ist absolut ausreichend und mehr Blut hätte gar nicht sein müssen. Mehr hätte einfach nur störend gewirkt. Die Kamerafahrten und Effekte sind teilweise atemraubend, wie zum Beispiel die Kamerafahrt bei dem Kampf Azumi gegen Bijomaru Mogami oder Azumi gegen 4 Ninjas. In letzterer Szene bewegt sich Azumi in normalem Tempo und die Ninjas in "Bullet-Time".
Der Schluss lässt übrigens stark auf einen zweiten Teil vermuten... mehr will ich hier aber nicht verraten.

Kitamura hat mit "Azumi" das Swordsplay Genre zwar nicht neu erfunden, meiner Meinung nach aber revolutioniert.
Wer Kitamura bei "Versus" noch kritisch gegenüber stand, wird nach dem anschauen von "Azumi" erkennen, dass Kitamura ein super Regisseur ist und ein verdammt gutes Auge für spektakuläre Aufnahmen (kämpferisch, als auch nicht kämpferisch) hat.

10/10


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