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Zatoichi - Der blinde Samurai (2003)

Eine Kritik von Ao$hi (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 17.01.2005, seitdem 925 Mal gelesen


Endlich kann man Takeshi Kitanos neuesten Streich auch hierzulande in deutscher Sprache bewundern.Diesmal sitzt er wieder am Regiestuhl und mimt zusätzlich den blinden Hauptdarsteller Zatoichi.

Die Story des Films ist recht simpel, erfüllt jedoch voll und ganz ihren Zweck. Der Samurai Zatoichi streift als Masseur getarnt, durch das alte Japan. Als er in einer Stadt fristet, um seiner Leidenschaft, dem Glückspiel, nachzukommen, stösst er auf Verbrecher, die die Stadt kontrollieren und erpressen. Zatoichi legt sich kurzerhand mit ihnen an und ein erbitterter Kampf entbrennt.

Kitano spielt die Rolle des bekannten Samurais wirklich spitze. Auf der einen Seite wirkt er, wie ein schüchterner alter Mann und auf der anderen wie ein unerschrockener Killer. Ich finde es nur schade, das man in dem Film nicht wirklich viel über die Hauptrolle erfährt. Dazu muss man vielleicht die älteren Verfilmungen kennen und davon habe ich noch keinen gesehen. Wie auch immer, die anderen Schauspieler können jedoch auch vollends überzeugen und verleihen dem Film einiges an Atmosphäre.

Kämpfe hat der Film genug zu bieten. Diese sind auch sehr schnell und gut choreographiert. Die CGI Bluteffekte in den Kämpfen, die in einigen Berichten stark kritisiert wurden, fand ich überhaupt nicht störend. Zwar fällt es schon ein wenig auf, aber der Film wird dadurch weder schlechter, noch verliert er dadurch an Atmosphäre oder Glaubwürdigkeit. Manche Szenen wären ohne den Einsatz von CGI gar nicht möglich gewesen und so offensichtlich sind sie nun wirklich nicht, dass man sie als Mängel bezeichnen könnte. Überhaupt hat mich die Brutalität des Films ein wenig überrascht, denn mit abgetrennten Gliedmaßen und Fontänen von Blut, habe ich, nach vielen witzigen und ruhigen Szenen, überhaupt nicht gerechnet.

Aber ein paar negative Dinge hat der Film leider auch. Da wären z.B. ein paar Szenen, die nicht nur sinnlos, sondern auch total in die Länge gezogen sind. Darunter zählt z.B. auch die Endsequenz (ein eigenartiger Tanz), die meiner Meinung arg übertrieben ist.

Fazit: Abgesehen von ein paar kleinen Szenen, die mir nicht zugesagt haben, hat Takeshi Kitano mit dem neuen Zatoichi einen tollen Samuraifilm abgeliefert, der weder mit Blut, noch mit Humor geizt. Sehr sehenswert!! 9/10


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