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X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 18.10.2009, seitdem 949 Mal gelesen



"i love you!" Mit diesem zärtlichen Kartengruß beginnt am Valentinstag eine grauenvolle Jagd. Ein abgewiesener Liebender, wahnsinnig geworden und völlig unberechenbar, veranstaltet eine mörderische Hatz, die blutige Spuren durch endlose Korridore und die Operationssäle einer Klinik zieht. Verrückt vor Liebe zur schönen Susan vernichtet der sadistische Mörder Harry alles und Jeden, an dem die gejagte Frau hängt. unbarmherzig treibt er sie in eine Sackgasse des Irrsinns, an deren Ende der Tod lauert. Gibt es auch für Susan kein Entkommen... ?


Bei "X-Ray" handelt es sich um eine weitere kleine Slasher-Perle aus den 80er Jahren, zu der es leider immer noch keine offizielle deutsche DVD - Veröffentlichung gibt. Es erstaunt doch immer wieder, wieviel tolle Filme es noch gibt, die endlich einmal eine offizielle VÖ erhalten sollten, da sie es wirklich verdient hätten, so wie auch dieser Film. Man sollte hier allerdings nicht unbedingt sehr hohe Ansprüche an eine logische Geschichte haben, denn viele Passagen des Filmes weisen doch ein eher unlogisches Szenario auf, ähnlich verhält es sich auch mit den verhaltensweisen der Darsteller. Wenn es in einem echten Krankenhaus so zugehen würde wie hier, dann könnte man schon durchaus von sehr ausgeprägtem Dilletantismus sprechen. Doch sein wir ehrlich, würde hier alles logisch und normal abgehen, dann würde X-Ray" sicherlich nur halb so viel Spaß machen und der Unterhaltungswert würde sich maximal im unteren Drittel ansiedeln.

So aber bekommt der Zuschauer hier einen herrlich klischeebehafteten Slasher serviert, der wieder einmal aufzeig, wie sehr traumatische Kindheitserlebnisse sein können und das gewisse Situationen einen bis ins Erwachsenenalter verfolgen können. Ziel des hier agierenden wahnsinnigen Killers ist die äusserst hübsche Susan, die sich lediglich ihre Untersuchungsergebnisse von ihrem Check Up abholen möchte und dabei nichtsahnend in ein Horror-Szenario gerät, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt. Dabei entwickelt sich während der Jagd durch die sterilen Krankenhaus-Korrifore eine stark beklemmende Grundstimmung, die an Dichte und Bedrohlichkeit schwerlich zu überbieten ist. Phasenweise fühlt man sich sogar richtiggehend in das Geschehen involviert, was teilweise für ein ziemliches Unbehagen sorgen kann.

Und auch die Tatsache, das man sich hier eigentlich sehr schnell vorstellen kann, wer der wahnsinnige Mörder ist, der das Krankenhaus unsicher macht und immer mehr Menschen tötet, nimmt dies dem Film überhaupt nichts von seiner Spannung. Bis zum finalen Showdown, in dem sich Susan dem Killer gegenübersieht, zieht sich ein konstant hoch angesiedelter Spannungsbogen durch die Geschichte, der eigentlich zu keiner Zeit nennenswerte Einbrüche erleidet und so für ein durchgehend interessantes Filmerlebnis garantiert.

Härtemäßig bietet "X-Ray" zwar keine besonders harten Sequenzen, das meiste wird bis auf wenige kleine Ausnahmen doch eher nur angedeutet, was aber gar nicht weiter stört, da ständig Spannung vorhanden ist und die Faszination, die von der vorhandenen Atmosphäre ausgeht, sich fast zwangsläufig auch auf den Zuschauer überträgt. Gern lässt man sich von dem unheimlich anmutenden Szenario fesseln und erlebt den Alptraum, dem Susan ausgesetzt ist, am eigenen Leib mit. So fallen auch die oft aufkommenden Logiklöcher und die teils vollkommen unlogisch wirkenden Verhaltensweisen der Protagonisten nicht sonderlich ins Gewicht, so das man sich im Endeffekt an einem zwar extrem klischeebehafteten, aber excellent unterhaltenden Slasher erfreuen kann, der hanz einfach sehr viel Spaß macht und zudem noch hochgradig spannend ist.


Fazit:

Gorehounds werden hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen und Logik-Fanatiker werden sich wphl eher die Haare raufen, dennoch bekommt man hier einen wirklich gelungenen Slasher geboten, der ganzzeitig sehr gut und interessant unterhält. Die vielleicht etwas mangelnde Härte wird hier durchaus durch einen soliden Spannungsbogen und eine hervorragende Atmosphäre ersetzt, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann, selbst wenn man es auch wollte.


7,5/10


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