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Do Not Disturb (1999)

Eine Kritik von Dr. Jones (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 26.02.2006, seitdem 355 Mal gelesen


Der Regisseur Dick Maas wurde mit Komödien wie den „Flodder“ Filmen oder dem Thriller „Verfluchtes Amsterdam“ auch bei uns bekannt.

Neben flotten Verfolgungsjagden bietet Maas hier einen Spannungsbogen, der bis zum Showdown anhält. Man fiebert gleich vom Anfang an mit der sympathischen Melissa mit und wird in den Strudel der Ereignisse förmlich hineingerissen. Der Film bietet beiendruckende Verfolgungsjagden durch die Strassen und Grachten von Amsterdam. Dabei weiß der Zuschauer ganz im Sinne von Altmeister Hitchcock immer ein wenig mehr als die Protagonisten im Film. Das könnte natürlich bewirken, dass der Film allzu vorhersehbar wird.
Glücklicherweise ist das hier nicht so, der Informationsvorsprung trägt eigentlich noch mehr zur Spannung bei.
Glücklicherweise kommen im Film aber auch die komödiantischen Züge nicht zu kurz, es ist herrlich anzusehen, wie albern, absurd der Killer im Film agiert.
Die Story selbst, vom Zeugen eines Mordes der dann gejagt wird, kommt zwar in vielen Filmen vor und ist auch nicht die Originellste. Der Regisseur versteht es meiner Meinung nach aber trotzdem aus diesem Manko eine guten Film zu machen.

Francesca Brown als stummes Mädchen, dass ausschließlich auf die Gestik und Mimik setzen kann, ist hier sehr überzeugend. Man bekommt hier einen guten Eindruck, wie es Menschen gehen muss, die zwar alles hören, aber selbst nicht sprechen können.
Jennifer Tilly, die in den meisten Filmen die Rolle der verruchten, ordinären Schlampe verkörpert , hat mir hier als leicht hysterisierte Ehefrau sehr gut gefallen. Ihre bekannteste Rolle hatte sie wohl in dem Thriller „Bound- Gefesselt“ wo sie als Mafiageliebte an der Seite von Gina Gershon die ehrenwerte Gesellschaft um einige Millionen erleichtert.
William Hurt liefert als Geschäftsmann der in einer fremden Stadt um das Leben seiner Tochter bangen muss, eine solide Leistung ab. Hurt der für seine Rolle eines schwulen Häftlings in „Der Kuss des Spinnenfrau“ einen Oskar als bester Hauptdarsteller erhielt, war unter anderem in Filmen wie „Gottes vergessene Kinder“, „Lost in Space“, „Smoke“ unbd „Dark City“ zu sehen.

Wer den Film noch nicht kennt, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen. Ist meiner Meinung nach ein Film für die ganze Familie. 8/10


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