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Do Not Disturb (1999)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 22.12.2010, seitdem 178 Mal gelesen


Die 10-jährige Melissa ist mit ihren Eltern nach Amsterdam gereist, wo sie zufällig Zeugin eines Mordes wird. Doch sie wird beobachtet und muss ins dunkle Amsterdam fliehen. Dort lernt sie Simon kennen, der ihr hilft und mit ihr den Rückweg zu ihren Eltern antritt. Doch so schnell ist sie nicht in Sicherheit...

Do not disturb wirkt als hätte Dick Maas seine Filme Verfluchtes Amsterdam und eine Flodders Folge in einen Mixer geworfen und mal geschaut was dabei rauskommt.
Die Story an sich ist wenig originell und basiert auf einem Haufen wilder Zufälle und der Tatsache das sich alle Beteiligten möglichst unlogisch verhalten. An der Spitze dieser Rangliste ist die junge Tochter, die den ganzen Schlamassel aufgrund ihrer Behinderung lostritt und mit Behinderung meine ich jetzt nicht das sie stumm ist, sondern ihren totalen Mangel an Orientierungssinn, hätte sie das Klo allein gefunden, oder den nicht wirklich schwierigen Rückweg aus der Küche oder gar ein wenig die Aufmerksamkeit des Polizisten vor dem Hotel erhascht (und sei es mit einem Tritt, schließlich herrschte akute Lebensgefahr), der ganze Film wäre nach 15 Minuten zu Ende. Spätestens ab hier hier kann man die Thriller Komponente der Geschichte nicht mehr ganz ernst nehmen.
Meistens kommt sowieso das Gefühl auf das der durchaus aufwendig gemachte Film vom Schauplatzgeber Hotel de L´Europe (das gibt es wirklich) finanziert wurde, da bestimmt dreiviertel der Laufzeit dort verbracht werden. Klein Melissa darf da ausgiebig ein wenig Kevin, seine Schwester, allein im Hotel spielen und meiner Meinung ist der reichhaltige Komödienanteil am Film fast sogar der unterhaltsamste Part. Die Sprüche sind teilweise einfach gut gesetzt und hin und wieder richtig lustig. Mal abgesehen von der Marilyn Manson Dublette sind ein paar echte Grinser dabei. Zudem wird gen Showdown auch ordentlich auf das Actionpedal getreten und eine aufwendige Autoverfolgungsjagd im nächtlichen Amsterdam zelebriert und fleißig Altblech produziert.
Maas´ flotte Grachtenhatz ist zwar mäßig spannend und als Thriller nicht wirklich überzeugend, aber mit einigen lustigen Passagen ganz magenfreundlich verträglich, die Darsteller agieren ordentlich ohne zu glänzen, aber dem Film wäre wohl mehr geholfen, wenn man sich auf eine Schiene festgelegt hätte. Entweder Spaß- oder Spannungsfilm, die Mischung ist hier noch zu unausgewogen.
6/10


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