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Verlorene Welt, Die (1999)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 07.06.2011, seitdem 283 Mal gelesen


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts macht sich eine Expeditionsgruppe rund um Professor Challenger von London aus in den Amazonas auf. Sie hegen die Hoffnung, auf einem Hochplateau eine vorzeitliche Welt zu entdecken, in der Dinosaurier überlebt haben könnten. Die Expedition erreicht ihr Ziel. Allerdings in der Gewissheit, dass ihr Weg zurück in die Zivilisation abgeschnitten ist. Sie treffen im Urwald auf Veronica Layton, welche den Expeditionsmitgliedern anbietet, als ihre Gäste in ihrem Baumhaus Unterschlupf zu finden. Gemeinsam versuchen die Abenteurer und Veronica, sowohl einen Weg von diesem Plateau als auch die Eltern von Veronica zu finden. Daneben vernachlässigen sie nicht die eigentliche Intention ihrer Expedition: die Erforschung des unbekannten Plateaus.

Die verlorene Welt ist der Pilotfilm zur gleichnamigen Serie die es immerhin auf drei Staffeln geschafft hat. Die Romanvorlage stammt immerhin von Sir Arthur Conan Doyle, der ja auch Sherlock Holmes erdacht hat. Die Handlung ist dabei klassischer Abenteuerstoff, vergleichbar in etwa mit Lost, denn in beiden Serien müssen sich eine handvoll Protagonisten in einer unbekannten und nicht immer freundlichen abgeschlossen Umwelt zurecht finden.
Die kleine wissenschaftliche Expedition muß sich dabei in diesem Piloten mit spärlich kostümierten Affenmenschen, feindlichen Ureinwohnern im schwarz/weiß Look, ein wenig Eingeborenenmummenschanz und natürlich auch einigen Dinos mit einer T-Rex special appearance. Leider muß man den Urviechern attestieren von der CGI Maschinerie nicht unbedingt liebevoll behandelt worden zu sein, denn speziell der T-Rex und der Pterodactylus sehen ziemlich grausig aus. Es wird jedenfalls niemand die verlorene Welt mit Jurassic Park verwechseln.
Da ja im Anschluß die Serie startete mußte man sich beinahe zwangsläufig recht ausführlich mit den jeweiligen Charakteren und deren Eigenschaften auseinandersetzen, was bedeutet das der Film stellenweise etwas zu dialoglastig wird. Bis die bunt zusammengewürfelte Truppe aus Professoren, Abenteurern, Reportern und Financier Bitch herausgefunden hat, wer denn jetzt mit wem gerade in irgendeiner Beziehung steht wird ausführlich diskutiert, was natürlich einerseits eine Notwendigkeit ist um den Zuschauer die erste Staffel schmackhaft, aber hier den Schwung einfach nur bremst.
Der Film ist letztendlich weder allzu spannend noch sonderlich spektakulär, aber schmerzfrei konsumierbar. Wahrscheinlich wollte man sich einfach an die große Dinomanie dranhängen. Ähnlich wie die Serie ist der Pilot ganz ok, aber auch weitgehend belanglos.
4,5/10


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